Olav Dornberg ist oft dort, wo der Pfeffer wächst. Der 42-Jährige ist einer von drei Geschäftsführern des Kleinostheimer Gewürzherstellers Edora und unter anderem für Einkauf und Verarbeitung zuständig. Der Diplomingenieur gewährt unseren Lesern bei der Aktion »Türen öffnen« einen Blick hinter die Kulissen seines Betriebs: Wo kommen die scharfen Sachen her? Wie werden sie verarbeitet? Gibt es Geheimrezepte?
Kunterbunte Gewürzvielfalt: Bei Edora in Kleinostheim gibt allein 15 Salzsorten, darunter schwarzes Salz aus Hawaii, aber auch 20 Chilisorten, etwa indischer Teufels-Chili. Foto: Edora
Fragen wie diese können Leser in den Edora-Lagern und -Produktionsräumen stellen - und dabei eine kleine Weltreise mitten im Kleinostheimer Gewerbegebiet absolvieren: Zwar stammt rund die Hälfte der Ware, die Edora weiterverarbeitet, aus Europa. Doch im Unternehmen riecht es stets nach exotischen Ländern - ein betörender Duft, der noch Stunden an Kleidung und in der Nase bleibt.
Säckeweise lagern seltene Gewürze aus Sumatra, Sri Lanka, Sansibar oder Madagaskar. Der vergleichsweise kleine Betrieb, der nach eigenen Angaben auf Klasse statt Masse setzt, verkauft pro Jahr 280 Tonnen von rund 200 verschiedenen Gewürzen und Kräutern. 50 Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Essen von Köchen auf der ganzen Welt nie fad wird.
Das Unternehmen, dessen Name sich von den Anfangsbuchstaben des Gründers Eduard Dornberg und dem ersten Firmensitz Aschaffenburg ableitet, wurde 1955 in der Schweinheimer Haidbergstraße gegründet und machte sich in der Region schnell einen Namen mit den heute noch beliebten Mischungen für Gewürzgurken oder dem ersten Fertiggewürz für Brathähnchen. 1969 zog man nach Kleinostheim.
Heute führen die drei Enkel des Firmengründers Dornberg, Michael, Andreas und Olav, den Betrieb. Die Produkte sind längst unter anderem in Australien, den USA, Südeuropa und sogar in Asien präsent. Dabei setzt man auf Transparenz: Die Kunden sollen alles über mögliche Schadstoffe, Herkünfte und Qualitäten der Produkte erfahren. Die Main-Echo-Leser wissen nach der Führung noch ein bisschen mehr.
Jens Raab
Türen öffnen: Führung beim Gewürzhersteller Edora
Das Main-Echo ermöglicht es 20 Personen, hinter die Kulissen des Kleinostheimer Gewürzherstellers Edora zu blicken. Der gut zweistündigen Führung mit Geschäftsführer Olav Dornberg und Main-Echo-Redakteur Jens Raab schließt sich eine Verkostung an. Los geht es am Mittwoch, 15. Dezember, um 14 Uhr, bei Edora in der Industriestraße 4. Wer mit will, schickt eine E-Mail mit Name, Telefonnummer, Adresse, Teilnehmerzahl (bis zwei Personen) bis Montag, 13. Dezember, 12 Uhr an briefkasten@main-echo.de. Wir berücksichtigen die ersten Meldungen und benachrichtigen die Teilnehmer. Wichtig: Wer ansteckende Krankheiten hat, kann leider nicht teilnehmen. (JhR)
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RaabJ
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