Selbst wenn Sie das Aufgeben dem Bestatter übertragen, sollten Sie persönliche Gedanken in die Anzeige einfließen lassen.
Erscheinen sollte die Traueranzeige spätestens zwei Tage vor der Beisetzung, damit die Trauergäste den Termin auch einplanen können. Möchten Sie jedoch, dass nur die engsten Familienangehörigen und Freunde teilnehmen, kann die Anzeige auch erst kurz nach der Beerdigung in der Zeitung stehen.
Bei der Anzeigenabteilung der gewählten Zeitung bekommen Sie meist Vorschläge zur Gestaltung der Traueranzeige. Alternativ können Sie sie auch selber oder mit Hilfe einer Grafikagentur verfassen. Obwohl Todesanzeigen im Vergleich zu früher recht individuell sind, gehören einige Elemente fest dazu:
- Name des Verstorbenen, gegebenenfalls akademischer Grad
- Geburts- und Sterbedatum
- Namen der unterzeichnenden Angehörigen und / oder Freunde
- Ort und Zeit der Beisetzung
Zusätzlich kann sie ein Symbol wie betende Hände oder ein Kreuz, ein aktuelles Foto des Verstorbenen, einen Bibelvers oder einen Sinnspruch enthalten. Außerdem können Sie schon in der Todesanzeige darauf hinwiesen, falls Sie am Grab keine Beileidsbezeugungen wünschen oder statt Blumen Geldspenden für einen bestimmten Zweck bevorzugen. Angehörige des katholischen Glaubens weisen in der Anzeige zudem auf den Zeitpunkt eines Rosenkranzgebetes im Vorfeld der Beerdigung hin, bei dem andere Gläubige oder Gemeindemitglieder gemeinsam mit den Angehörigen für sie und die Verstorbenen beten.
(Rainer Maria Rilke)
Die Kosten für eine Traueranzeige richten sich vor allem nach deren Größe, daneben nach der Auflagenstärke und der Reichweite beziehungsweise dem Verbreitungsgebiet der Zeitung. Insofern ist mit etwa 100 bis zu 400 Euro zu rechnen. Immer mehr Menschen nutzen außerdem die Möglichkeit, dass die Traueranzeige parallel im Internet erscheint und erweitern insofern den Leserkreis. Wer zum Beispiel im Main-Echo eine gedruckte Anzeige aufgibt, findet diese auch auf der Internetseite www.main-netz.de. Einen ganzen Monat lang sind dort alle Traueranzeigen gespeichert und abrufbar.
Neben den Angehörigen geben häufig auch andere Personen eine Anzeige auf, zum Beispiel der Arbeitgeber oder Kollegen. In diesem Fall spricht man nicht von einer Todesanzeige, sondern von einem Nachruf. Neben dem Namen und häufig den Lebensdaten enthält ein Nachruf in der Regel ein Dankeswort, mit dem die Wertschätzung ausgedrückt und der persönliche Bezug zum Verstorbenen dargestellt werden. Sinnsprüche und Grafiken sind gleichfalls möglich.
Der Trauerbrief
Einen Trauerbrief sollten Sie möglichst frühzeitig verschicken, denn damit teilen Sie Verwandten und engeren Freunden den Todesfall mit. Vom Aufbau her ähnelt ein Trauerbrief einer Traueranzeige. Neben dem Namen des Verstorbenen, dem Geburts- und Sterbedatum sowie den Informationen über die Beisetzung, enthält er aber noch persönliche Worte. Beispielsweise können Sie hier die näheren Todesumstände mitteilen und natürlich den eigenen Schmerz ausdrücken. Vielfach werden Trauerbriefe mit einem Sinnspruch oder Bibelzitat eingeleitet. Am Ende können wiederum Wünsche bezüglich der Grabspenden geäußert und gegebenenfalls zum anschließenden Trauermahl eingeladen werden.
Um sich die Arbeit zu erleichtern, können Sie auch hier auf Vorlagen vom Bestatter, Grafikagenturen oder Druckereien zurückgreifen. Wenn sie eine Adressliste bekommen, übernehmen erstere auch die Gestaltung und den Versand der Trauerbriefe.

































