Mittwoch, 23.5.2012
 
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AKTUELLES AUS DEM SPESSART
 
 
SPESSART-NACHRICHTEN (MAI 2012)
Wertheim    Die Bestände des Wertheimer Grafschaftsmuseums und des Historischen Vereins vermehrten sich im vorigen Jahr um 350 Objekte. Das berichtete die Volkskundlerin Ursula Wehner auf der Jahresversammlung des Vereins. In der Datenbank des Museums seien jetzt 11 200 Objekte erfasst, das Inventarbuch werde demnächst die Zugangsnummer 20 000 erreichen. Das Thema der Sonderausstellung bildete den Schwerpunkt der Zugänge. So erhielt das Museum, passend zur aktuellen Ausstellung »Gut verpackt«, eine große Zahl Dosen, Flaschen, Säcke und Kisten. 22. 3., Wertheimer Zeitung
Wiesenwässerung
Schneeberg    Inmitten der Wiesen und Hügel des Morretals arbeiten Studenten der Stuttgarter Hochschule für Technik. Es geht um die historische Wiesenwässerung. Die Studenten wollen mit moderner Technik alte Wehre finden, die Überreste der Wässerungsanlagen. Erstellt werden soll ein Geoinformationssystem mit dem Namen »Hangwiesenwässerung Morre-Saubachtal«. Das könnte für die Stadt Buchen und den Markt Schneeberg als Grundlage für Wanderweg-Schautafeln dienen. Die Wiesenwässerung wurde bereits im späten Mittelalter betrieben. Sie galt als modernste Form der Ertragswirtschaft. (Foto: Sylvia Breckl) 23. 3., Bote vom Untermain
 
 
 
Miltenberg    Bürgermeister Joachim Bieber und Ausgrabungsleiterin Christamaria Beckmann haben die neue Hinweistafel zum Kohortenkastell Miltenberg-Altstadt (etwa 150 bis 260 nach Christus) der Öffentlichkeit übergeben. An der Gestaltung der Infotafel war der Arbeitskreis Frühgeschichte des Förderkreises Historisches Miltenberg beteiligt. Das vorherige Schild mit geschichtlichen Daten zum Kastell musste nach 20 Jahren ersetzt werden. Weitere Tafeln entlang des Limes an den Wachtürmen sollen folgen. Info: www.museen-mainlimes.de 23. 3., Bote vom Untermain
Schöllkrippen    Die Wander- und Freizeitkarte »Kahlgrund« ist gedruckt und für 7,95 Euro erhältlich. Mit dem Kahlgrund ist das Kartenwerk für den bayerischen Spessart vollständig. Naturpark Spessart, Spessartbund, Archäologisches Spessartprojekt und Main-Echo-Verlag haben zusammen elf Karten im Maßstab von 1:25 000 herausgegeben. Bestens verkaufen sich die Karten für Alzenau, Gemünden, Lohr, Frammersbach, Marktheidenfeld, Mespelbrunn, Klingenberg, Aschaffenburg, Heigenbrücken und Sinngrund, für den Kahlgrund wird ebenso mit kräftiger Nachfrage gerechnet. Die Karten gibt es in den Main-Echo-Geschäftsstellen, beim Spessartbund und in den Tourist-Infos. 23. 3., Main-Echo, Seite Rhein-Main & Franken
 
 
 
Kreis Aschaffenburg    Landrat Ulrich Reuter zeichnete Naturfreunde aus, die sich für den Schutz von Fledermäusen einsetzen. Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht. Bei Bauarbeiten gingen häufig langjährige Fledermausquartiere verloren, weil – oft unwissentlich – traditionelle Quartiermöglichkeiten hinter Fensterläden oder Fassadenverkleidungen, in Wandfugen oder Dächern zerstört werden, hieß es bei dem Termin. Deshalb obliege dem Naturschutz die Aufgabe, die Bürger über die Lebensweise der Fledermäuse aufzuklären, so Reuter. 23. 3., Main-Echo, Aschaffenburg
Fischer-Kreuz
Erlenbach    »Zwischen Kurmainz und Königreich Bayern«: Kreisheimatpfleger Werner Trost hat über die napoleonische Zeit im heutigen Kreis Miltenberg berichtet. Ein Beispiel: Laudenbach wechselte zwischen 1803 und 1816 fünfmal die Obrigkeit. Hauptgrund: die Wirren der Französischen Revolution und die Folgen der Napoleonischen Herrschaft über Europa. Begeisterung über die Errungenschaften der Revolution wandelte sich, auch in der hiesigen Region bald in Skepsis, angesichts des Jakobinerterrors und schlug dann in Widerstand gegen die französische Besatzungspolitik und gegen die Zwangsrekrutierungen ins Napoleonische Heer um. Das Fischer-Kreuz im Obernburger Wald (Foto: Heinz Linduschka) erinnert bis heute daran, dass ein junger Obernburger von den Franzosen erschossen wurde, als er auskundschaften wollte, ob der Ort immer noch besetzt war. 24. / 25. 3., Main-Echo, Obernburg
 
 
 
Freudenberg    Die beiden Jubiläumswochenenden im Juli, an denen Freudenberg sein 725-jähriges Bestehen feiert, werfen ihre Schatten voraus: Im Mittelpunkt stehen mit dem szenischen Wandel am 14. Juli und der Aufführung des Spektakels »Stadtgold« am 21. Juli zwei Darbietungen, bei denen nicht nur Freudenberger, sondern auch Ehrengäste mitwirken. Bei der Aufführung von »Stadtgold« sollen alle Freudenberger Vereine sowie die Schulen und Kindergärten mitmachen. Sie sollen den Einzug der Grafen von Wertheim darstellen. 26. 3., Wertheimer Zeitung
Schneeberg    Die Gemeinde Schneeberg wird heuer 775 Jahre alt. 531 Jahre lang, von 1272 bis 1803, gehörte Schneeberg zum Erzstift Mainz. Schlimme Zeiten brachte der Dreißigjährige Krieg: 1649 hatte Schneeberg rund zwei Drittel seiner Einwohner verloren. In gut zehn Jahren wechselte mehrfach die Obrigkeit – von Mainz zunächst zum Fürstentum Leiningen, dann zu Baden, zu Hessen-Darmstadt und 1816 zu Bayern. Schneeberg hat sich heute nach Eingemeindung von Hambrunn und Zittenfelden zu einer Marktgemeinde mit knapp 2000 Einwohnern entwickelt. 27. 3., Bote vom Untermain
 
 
 
Küchenschellen
Lohr    Zum Frühlingsanfang haben sich die ersten Blüten von Küchenschellen (Foto: Walter Malkmus) und Frühlings-Adonisröschen geöffnet. Die attraktiven, pollenreichen Blüten ziehen Insekten an. Beide geschützten Arten gehören zu den Hahnenfußgewächsen, sind giftig und wachsen im Landkreis Main-Spessart nur auf kalkhaltigen Böden der Fränkischen Platte, wo sie Trockenrasen und offene Steppenheideflächen besiedeln. Während die Küchenschelle relativ häufig ist, wächst das Frühlings-Adonisröschen nur in zwei Naturschutzgebieten des Kreises. 27. 3., Lohrer Echo
Triefenstein    Der Kulturwanderweg Triefenstein 1, das ist dessen rechtsmainischer Teil, wird am 20. Mai in Triefenstein-Lengfurt eröffnet. Treffpunkt: 10 Uhr in Lengfurt am Parkplatz Mainkai. Route: Kloster Triefenstein, Neuenburg, Rettersheim (Mittagsrast), Trennfeld und zurück nach Lengfurt. Die Eröffnung der linksmainischen Schleife ist für den 30. September vorgesehen. 28. 3., Main-Echo, Marktheidenfeld
 
 
 
Großer Fuchs
Lohr    Zu den Tagfaltern, die jetzt durch die noch kahle Flur flattern, gehört der Große Fuchs (Foto: Walter Malkmus). Er ist deutlich größer als sein bekannter Vetter, der Kleine Fuchs, aber seltener. Nach der Überwinterung fliegt er bereits in den ersten warmen Märztagen und sonnt sich an Holzstößen oder auf Baumstämmen. Das Weibchen legt seine Eier im April, Ende Juni sieht man dann die frisch geschlüpften Falter. 29. 3., Lohrer Echo
Birkenhainer Landstraße
Lohr    Wird die Birkenhainer Landstraße, der uralte Handelsweg, unter Denkmalschutz gestellt? Komplett wird dies für die rund 70 Kilometer lange West-Ost-Verbindung zwischen Hanau und Gemünden nicht gehen, doch die Forschungsarbeiten zum Streckenverlauf gehen über das Archäologische Spessartprojekt mit Riesenschritten voran. Sie dürften dazu führen, dass künftig mehr als nur zwei kleine Birkenhainer-Abschnitte im Bereich Gemünden als Bodendenkmal geschützt werden. Dass die alte Straße schutzwürdig ist, betont das Landesamt für Denkmalschutz. Funde deuten darauf hin, dass der Weg schon im 2. Jahrtausend vor Christus genutzt wurde. Heute ist die Birkenhainer Landstraße ein bekannter Wanderweg im Spessart (Foto: Klaus Fleckenstein). 30. 3., Lohrer Echo
 
 
 
Wertheim    Die Geschichte des Spessarts beginnt viel früher als gedacht: Diese Ansicht vertrat Historiker Theodor Ruf bei einem Vortrag in Wertheim-Bronnbach. Man müsse lange geltende Annahmen wie die, dass der Spessart bis ins 12. Jahrhundert weitgehend unbesiedelt gewesen sei, infrage stellen. 839 wird der Spessart erstmals urkundlich erwähnt, als »unser Wald«. Dass der Wald hauptsächlich als Jagdrevier für die Bischöfe von Mainz genutzt worden sei, hält Ruf nach seinen Forschungen für »den größten Blödsinn«. 30. 3., Wertheimer Zeitung
Kahl    Der Heimat- und Geschichtsverein hat einem Original der Ortsgeschichte wieder Leben eingehaucht. Der »Kahler Ortsdiener« ist wieder in Aktion – in Form eines Schattenrisses. Von 1912 bis 1935 war es Aufgabe des Ortsdieners Ignaz Bergmann, mit einer Dorfschelle durch die Straßen zu gehen, Bekanntmachungen kundzutun und Nachrichten zu überbringen. Künftig soll der »Schattenriss-Mann« die Veranstaltungen des Heimat- und Geschichtsvereins im Museum ankündigen. 30. 3., Main-Echo, Alzenau
 
 
 
Benefizarier Küche
Obernburg    Bei einer Hirschkeule schnalzte der Benefiziarier Nertinius Festus mit der Zunge – zähes Rindfleisch war weniger nach seinem Geschmack. Einen Einblick in die Essgewohnheiten vor 1800 Jahren an der römisch-germanischen Grenze gab Bernd Steidl von der Archäologischen Staatssammlung. Die Benefiziarierstation war eine Art antiker Polizeiwache, die in Obernburg in den Jahren 2000 bis 2007 ausgegraben wurde. Was zwischen Erde, Schlamm und Lehm nur erahnbar war, haben Steidl und seine Mitarbeiter ausgewertet, so dass ein Bild vom antiken Alltag entstanden ist. Die Abbildung zeigt die Rekonstruktion einer Benefizarier-Küche. (Foto: Archäologische Staatssammlung München) 30. 3., Main-Echo, Obernburg
Marktheidenfeld    Voriges Jahr klagten die Bauern über eine Dürreperiode im Frühjahr, heuer sorgt die späte, aber lange Frostperiode für sorgenvolle Mienen: Für viele Landwirte in Unterfranken hat sich die Hoffnung auf eine Erholung frostgeschädigter Wintersaaten zerschlagen. Reihenweise mussten Felder umgebrochen werden, so Kreisobmann Gerhard Endres aus Rohrbach. Bestand Anfang März die Erwartung auf eine Erholung, habe sich vor allem bei der Wintergerste der Zustand eher noch verschlechtert. Bis zu 100 Prozent betragen die Schäden, so Endres. Die Wintergerste fehlt den Landwirten vor allem als Futtergetreide für Schweine. 30. 3., Main-Echo, Marktheidenfeld
 
 
 
Schiffsmodell
Wertheim    Im Magazin des Grafschaftsmuseums fristeten sieben Schiffsmodelle aus Holz seit Jahrzehnten ein angestaubtes Dasein (Foto: Karin Hasenstab). Nun strahlen sechs von ihnen wieder, das siebte soll bald folgen. Restauriert hat sie der 75-jährige Wertheimer Helmut Kühn, Mitglied des Historischen Vereins. Die wertvollen Exponate waren 1913 in den Besitz des Historischen Vereins gelangt. Die Schiffe sind Nachbauten großer Schiffe, wie sie damals auch auf dem Main zu finden waren. Die Schiffe werden in der neuen Ausstellung »Wertheim am Wasser. Irgendwo ist›s immer nass!« von 22. Juni bis Februar 2013 im Grafschaftsmuseum zu sehen sein. 31. 3., Wertheimer Zeitung
Amorbach    Die rekonstruierte Limesturmstelle im Hagwald bei Amorbach-Reichartshausen ist der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Geplant sind nun Dokumentationsbroschüren, schulpädagogische Schriften sowie touristische Broschüren. Auch wenn die Limesturmstelle nur klein ist, so sei sie dennoch Teil des größten Bodendenkmals in Deutschland, des obergermanisch-rätischen Limes, hieß es bei der Freigabe. 2. 4., Bote vom Untermain
 
 
 
Großostheim    Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt hat über die historische Wirtschaftsgeschichte
des Spessarts berichtet. Der Spessart ist seit der Jungsteinzeit, also seit mehr als 8000 Jahren eine Kulturlandschaft, die stets dem Wandel der Zeit unterworfen war, erklärte er. Dass diese Region als Armutsregion bezeichnet wurde, liege
an den vergangenen beiden Jahrhunderten, in denen die Industrialisierung im Spessart nur schwer Fuß fassen konnte. Eine blühende Handels- und Produktionsregion war der Spessart zur Römerzeit und bis ins ausgehende Mittelalter. Produktion und Handel umfassten Salz, Eisenerz, Glas, Holz und Buntsandstein. Schon im frühen Mittelalter gab es ein umfangreiches Wegenetz. 4. 4., Main-Echo, Aschaffenburg
Würzburg    Ein »Unterfranken mit intakter Umwelt und lebenswerter Zukunft« hat sich der Bund Naturschutz (BN) als Ziel gesetzt. Der Regierungsbezirk sei davon noch weit entfernt, sagte der stellvertretende BN-Landesvorsitzende Sebastian Schönauer bei der »grünen Bilanz 2011« in Würzburg. Als Hauptgründe dafür nannte er einen anhaltenden Flächenverbrauch, vielfach »überdimensionierte und überflüssige« Bau- und Gewerbegebiete sowie »umwelt- und heimatzerstörerische« Prestige- und Verkehrsprojekte. Deshalb könne in Unterfranken nicht von einer nachhaltigen und umweltschonenden Entwicklung die Rede sein. 4. 4., Main-Echo, Seite Franken & Rhein-Main
 
 
 
Feuer Amorbach
Amorbach    Die Ausrufung des Katastrophenfalls für die Stadt Amorbach hat den Feuerwehrleuten Verstärkung gebracht. Am Morgen des vierten Tages seit Ausbruch des großen Waldbrands bei Amorbach haben noch einmal 350 Frauen und Männer den Kampf gegen die Glutnester aufgenommen. Unterstützung kam durch 130 Soldaten aus Walldürn (Foto: Stefan Gregor). Auch das THW und Feuerwehren aus der Region schickten Kräfte. Am frühen Abend ging der größte und längste Brandeinsatz in der Geschichte des Kreises Miltenberg zu Ende. Der Katastrophenalarm wurde aufgehoben. Der Waldbrand hatte sich auf 28 Hektar ausgebreitet. Ein Oldtimer-Traktor soll ihn durch Funkenflug auf der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn verursacht haben. 5. / 6. und 10. 4., Main-Echo, Seite 1
Lohr    Das Wasserklosett von Prinzregent Luitpold von Bayern (1821 bis 1912) ist die neueste Attraktion der Sonderausstellung »Alles schön und sauber? Körper-, Haus- und Ortshygiene im Spessart« im Lohrer Spessartmuseum. Ein Porzellanklo sei damals selten gewesen, die Ausführung aber bescheiden wie der Prinzregent selbst, so die stellvertretende Museumsleiterin Barbara Grimm. Ursprünglich stand das Wasserklosett – eine Leihgabe des Heimat- und Geschichtsvereins Weibersbrunn – im Jagdschloss Luitpoldhöhe in Rohrbrunn, das der Prinzregent 1889 errichten ließ. Im Lohrer Spessartmuseum ist es bis zum 11. November zu sehen. 7. / 8. / 9. 4., Lohrer Echo
 
 
 
Miltenberg    Der Feldhase ist in der freien Natur seltener geworden. Darauf weist Ralf Keller vom Bayerischen Jagdverband in Miltenberg hin. Festzustellen seien dramatische Einbrüche in den Bestandszahlen des Niederwilds, speziell des Feldhasen. Hauptursache für den Einbruch sei, dass sich die Lebensräume für das Niederwild in der Agrarlandschaft dramatisch verschlechtert haben. Der Jagdverband bereite ein Programm vor, aus dem ein Konzept für die Agrarlandschaft erarbeitet werden soll, um Hasen, aber auch Rebhühnern und Fasanen zu helfen.  7. / 8. / 9. 4., Bote vom Untermain
Greenpeace
Weibersbrunn/München    Die von Umweltaktivisten im Hochspessart bei Weibersbrunn-Rohrbrunn aus dem Boden gerissenen und durch junge Buchen ersetzten Douglasienpflanzen hat Greenpeace vor dem Forstministerium in München abgestellt. Mit den 1967 Nadelbäumchen protestierte die Umweltschutzorganisation gegen die bayerische Forstpolitik von Minister Helmut Brunner (CSU). Der wies die Kritik als »falsch und ideologisch motiviert« zurück. Greenpeace wirft dem Freistaat vor, durch das Anpflanzen von nichtheimischen Douglasien in Schutzzonen gegen europäisches Naturschutzrecht zu verstoßen. Die Umweltaktivisten haben Beschwerde bei der EU eingelegt. Wegen der Douglasien-Aktion hat der Spessartbund ein Treffen mit Greenpeace abgesagt. Die Staatsforsten haben die Umwelt-Organisation angezeigt (Foto: Victoria Schilde).
11., 12., 13., 19. 4., Main-Echo, Seite 1
 
 
 
Lohrhaupten    Bürgermeister aus Bayern und Hessen haben sich in Lohrhaupten getroffen, um die Ausstellungen zur historischen Spessartkarte des Elias Hoffmann von 1584 zu planen. Die in Lohrhaupten gelagerten – teilweise original großen – Ausdrucke der Karten des 16. bis 18. Jahrhunderts sind ab 27. April in Rieneck für einen Monat zu sehen. Im Herbst werden die Karten für etwa vier Wochen im Museum Ahler Kram in Partenstein präsentiert.11. 4., Lohrer Echo
Schlüsselblume
Karsbach    Gelbe Farbtupfer bringt die Schlüsselblume in den Frühling. Im Volksmund bezeichnet man die Pflanze schlicht als Primel und Himmelsschlüssel, als Gicht- oder Gelbsuchtsblume sowie als Osterblume. Die Schlüsselblume (Foto: Helmuth Hussong) findet man vor allem, wie hier im Naturschutzgebiet an der Homburg, auf trockenen Standorten. Sie galt lange als Symbol für die Heilkraft des Frühlings. In der Volksmedizin schätzte man sie als Hustenmittel. Sie wurde bei Gicht, Rheuma, Migräne und Schlafstörungen verwendet.  11. 4., Lohrer Echo
 
 
 
Obersinn    Dialekt als Teil der regionalen Kultur: Auch in Obersinn wird eine Mundart gesprochen, die im Wesentlichen auf den Ort beschränkt ist und sich in vielen Ausdrücken bereits vom Dialekt der Nachbargemeinden unterscheidet. Diese Sprachform für ihren Heimatort zu erhalten, haben sich die Initiatoren der »Mundartredaktion« aus Obersinn auf die Fahne geschrieben. Sie wollen ein Wörterbuch der Mundart schreiben. Internet: www.markt-obersinn.de/mundart 12. 4., Lohrer Echo
Rothenbuch    Neuer Glanz für die 237 Jahre alte Wendelinkapelle an der Kreuzung in der Lichtenau bei Rothenbuch: 1775 wurde die kleine Kapelle erbaut, heuer wurde sie saniert. Voraussichtlich im Mai soll sie offiziell eingeweiht werden. Die Wendelinkapelle gehört zum Gasthaus Lichtenau im Hochspessart. Saniert wurden die Innenwände der Kapelle und der Altar. Erbaut wurde die Kapelle im Stil des Barocks, der Altar ist neugotisch. 13. 4., Main-Echo, Aschaffenburg
 
 
 
Lohr    Das Mittelalter wird oft mit dem Attribut »dunkel« belegt und auf viele Städte traf das zu – wenn man auf die Belichtungsverhältnisse abstellt. Nicht anders war es in Lohr, das von einer hohen Doppelmauer umgeben war, die auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hatte. Vor 175 Jahren genehmigte Bayerns König Ludwig I. den Abbruch der südlichen Stadtmauer. Lohr hatte sich gegenüber der Rienecker Zeit kaum verändert, in der die Stadtmauern gebaut wurden und die mit der Herrschaftsübernahme der Mainzer Kurfürsten 1559 endete. Ein doppelter Mauerring mit einer Höhe von mindestens sechs Metern umschloss die heutige Altstadt. 16. 4., Lohrer Echo
Flörsbachtal    Die Geschichte des Spessarts stand im Mittelpunkt, als sich Historiker der Universität Würzburg in Flörsbachtal-Lohrhaupten trafen. Unter der Leitung von Professor Helmut Flachenecker vom Lehrstuhl für fränkische Landesgeschichte wurden mehrere Doktor- und Abschlussarbeiten vorgestellt. Beispiel: Mit dem Spessart im historischen Kartenbild befasst sich seit drei Jahren Johanna Lehmann. Im Mittelpunkt stehen die Rieneck-Karte von 1584 und die Pfinzing-Karte von 1594. Während die Pfinzing-Karte eine Wirtschaftskarte ist, die Mühlen, Steinbrüche, Glashütten, Gestüte und vieles mehr zeigt, beinhaltet die Rieneck-Karte Grenzen und Wege. 17. 4., Lohrer Echo
 
 
 
Marktheidenfeld    Der Markt für Bioprodukte wächst, doch der hiesige Ökolandbau bleibt überschaubar. Im Kreis Main-Spessart sind rund 1879 Hektar Fläche auf ökologischen Landbau umgestellt – von insgesamt 37 523 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Es werden also rund fünf Prozent ökologisch bewirtschaftet. In Main-Spessart gibt es 977 landwirtschaftliche Betriebe, von denen 59 ganz oder teilweise auf ökologischen Anbau setzen. Von dem kompletten landwirtschaftlich genutzten Areal Bayerns (3,1 Millionen Hektar) hat der Ökolandbau einen Anteil von 6,1 Prozent. 17. 4., Main-Echo, Marktheidenfeld
Gemünden    Erstmals mehr als zwei Millionen Übernachtungen in einem Jahr gab es 2011 in der Ferienregion Spessart-Mainland. Dieses Rekordergebnis verkündete Landrat Ulrich Reuter (Aschaffenburg), der Vorsitzende des Tourismusverbands, während der Hauptversammlung in Gemünden. Wandern, Radfahren, Kultur, Kulinarik und Wellness sind laut Spessart-Mainland-Geschäftsführer Michael Seiterle die fünf Säulen, auf denen das Konzept des Tourismusverbands fußt. Bei den Ankünften gab es einen Anstieg von 9,4 Prozent, bei den Übernachtungen ein Plus von 6,1. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber betrug 2,8 Tage. 20. 4., Lohrer Echo
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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