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Yigg
05.03.2009 00:00 Uhr 0 Kommentare

Haselsträucher locken Insekten an

Gehölze Für gute Erträge entsprechende Fruchtsorten pflanzen - Das Laub sollte liegen bleiben

Bereits ab Februar, lange vor dem Blattaustrieb, lockt die Haselnuss mit dekorativ herabhängenden Kätzchen Fluginsekten an und bietet unter anderem Bienen erste Nahrung.
Die Blätter der Hasel sind dann später die Nahrung des Haselblattrollers und der Raupe des Birkenzipfelfalters. Von den jungen Trieben fressen auch die Larven des Schwarzen Haselbockes. Ein Baum ist meistens ein Lebensraum zahlreicher Insekten und Vögel. Von den Haselnüssen ernähren sich bis in den Winter hinein Eichelhäher, Kleiber, Spechte sowie Eichhörnchen, Siebenschläfer und Haselmaus.

Natürlich bleiben auch noch genügend Nüsse für den Menschen übrig, vorausgesetzt, es wurden Fruchtsorten wie Corylus avellana (Waldhasel) gepflanzt.

Damit die Enttäuschung nicht groß ist, wenn fruchttragende Haselbüsche keinen Ertrag bringen, ist zu bedenken, dass die Sträucher selbst steril sind und andere befruchtende Sorten benötigen; auch der Pollen eines anderen Busches der gleichen Sorte genügt nicht. Da die Blütezeit je nach Sorte von Februar bis April variiert, ist es auch notwendig, Sorten mit zeitgleicher Blüte auszuwählen. Am besten pflanzt man deshalb drei bis vier Büsche, um Misserfolgen aus dem Weg zu gehen.

Haselbüsche wachsen fast überall im Garten, da sie frische bis trockene und saure bis alkalische Böden gut vertragen. Mit einer Höhe von vier bis sechs Metern passen sie auch in kleinere Gärten; wegen ihrer Schattenverträglichkeit eignen sie sich sogar zur Unterpflanzung hoher Bäume. Einen natürlichen Standort hat die Hasel in der Gehölzhecke zusammen mit Liguster, Schlehe, Weide, Wildrose, Schneeball und Heckenkirsche.

Wegen der Auffälligkeit ihrer Wuchsform ist die Korkenzieherhasel, Corylus avellana "Contorta", in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, da sie ohne ersichtlichen Grund häufig die Wuchsrichtung ihrer Zweige ändert und dadurch bizarre, korkenzieherähnliche Äste entstehen. Besonders im Winter, wenn der Strauch von Rauhreif und Schnee überzogen ist, und auch jetzt noch zur Blüte, kommt das auffallende Astwerk deutlich zur Wirkung. Besonders beliebt ist diese Sorte, weil die Zweige blühend in der Vase eine exotische Ausstrahlung haben. Neben einem bizarren Wachstum der Zweige sind bei der Drehhasel auch immer leicht gekräuselte Blätter zu beobachten. Dies wird oft als Blattlausbefall missverstanden und ohne Grund gespritzt.

Lassen sich beim Aufrollen der Blätter aber zahlreiche Läuse beobachten, die an den Zellen der Blätter saugen, muss abgewägt werden, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Am unschädlichsten für die Tierwelt ist es, die Läuse mit einem scharfen Wasserstrahl von den Blättern zu spülen. Dies ist auch nur bei kleinen Büschen notwendig, bei älteren Exemplaren sind Läuse durchaus zu dulden.

Unter den Haselsträuchern sollte über Winter das Laub, das sich im Herbst hübsch gelb verfärbt, liegen bleiben; es bildet unter anderem ein Winterquartier für Marienkäfer. Peter Busch

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