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07.10.2011 10:26 Uhr 0 Kommentare

Klappdachwagen ohne Glück: Der VW Eos

Berlin (dpa/tmn) Star der Freiluftautos bei Volkswagen ist das Golf Cabrio, das seit diesem Sommer in dritter Generation bei den Händlern steht. Der VW Eos konnte sich dagegen nie zum Imageträger entwickeln. Dafür lobt der ADAC den Wagen als recht zuverlässiges Auto.
Der VW Eos
Unauffällig in doppelter Hinsicht: Der VW Eos ist hierzulande selten anzutreffen, auch der ADAC kaum sah ihn kaum. (Bild: Volkswagen)

Der VW Eos - das Klappdachmodell auf Basis des Passat - konnte sich nicht richtig durchsetzen. Selbst die jahrelange Produktionspause beim offenen Golf half dabei nicht. Wegen der «zu geringen Zulassungszahlen» erfüllt das Auto auch nicht die Voraussetzungen der ADAC-Pannenstatistik, deshalb sei «eine Einordnung in die Zuverlässigkeitsrangfolge nicht möglich». Aussagen über den Eos trifft der Münchner Automobilclub dennoch, spricht von einem recht zuverlässigen Auto.

So fiel der Eos dem ADAC nur durch recht kleine Mängel auf. Dabei machten entleerte Batterien und defekte Zündspulen noch die meisten Probleme. Betroffen waren vor allem Fahrzeuge vom ersten Baujahr 2006. Ferner quittierten die elektrischen Fensterheber vergleichsweise häufig den Dienst (2006/2007).

2005 lief der erste der Klappdach-VWs vom Band, nachdem 2003 eine Studie auf der IAA in Frankfurt die Serienfertigung in Aussicht gestellt hatte. Vermarktet wurde das Auto ab Januar 2006 als «erstes Cabriolet-Coupé mit integriertem Schiebe-Ausstell-Glasdach» und als Mittler zwischen von Golf und Passat: «Dieser Volkswagen verwischt die Grenzen zwischen den Klassen», hieß es dazu bei VW. Zum Modelljahr 2011 frischte der Hersteller den Eos auf: Die Scheinwerfer wurden dem Markendesign angepasst, die Motoren überarbeitet. Mittlerweile gibt es Gerüchte, dass der Eos 2015 eingestellt wird. Ablösen könnte ihn ein Passat Cabrio.

Motorenseitig lässt der Eos mit Blick auf die PS-Zahl kaum Wünsche offen: Die Leistungsspanne der Benziner reicht je nach Baujahr und Ausführung von 85 kW/115 PS bis zu V6-Aggregaten, die 184 kW/250 PS und 191 kW/260 PS abgeben. Den Vierzylinderdiesel gibt es nur mit 103 kW/140 PS, wobei zum Modelljahr 2009 das Pumpe-Düse-Verfahren durch Common-Rail-Technik abgelöst wurde.

Generell fallen bei Cabrios zum Ende des Sommers die Preise: Laut Schwacke-Liste sollte ein gebrauchter Eos derzeit ab rund 12 150 Euro zu bekommen sein: Dieser Preis gilt für einen Eos 1.6 FSI vom Baujahr 2005 mit 85 kW/115 PS. Ein stärkeres Exemplar von 2009, etwa der Eos 3.6 V6 DSG mit 191 kW/260 PS, kostet noch rund 23 700 Euro. Für den Eos 2.0 TDI DPF mit Common-Rail-Diesel aus dem gleichen Jahr werden rund 19 850 Euro fällig.


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