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19.08.2010 00:00 Uhr 0 Kommentare

Ringen: RWG muss zweimal ran

Saisonstart für Mömbris/Königshofen am Freitag zuhause gegen Meister Aalen - Samstag in Nendingen gefordert

Ringen  Mit zwei schweren und richtungsweisenden Begegnungen startet die RWG Mömbris/Königshofen in die neue Saison der Ringer-Bundesliga West. Am Freitag um 20.30 Uhr empfängt die Kahlgrundstaffel den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 in der Schimborner Schulturnhalle. Einen Tag später (Samstag) tritt die RWG im Nachholkampf beim ASV Nendingen an.

Auf Peter Weisenberger (links), der hier den Ex-Weingartener Arpad Ritter im Griff hat, und die anderen Meisterringer in Reihen der RWG Mömbris/Königshofen kommt es an, soll der Auftaktkampf am Freiotag gegen Meister Aalen mit einem Mannschaftserfolg enden.

Foto: Stefan Gregor

Glaube an die eigene Stärke
RWG Mömbris/Königshofen - KSV Aalen 05. - Freitag, 20.30 Uhr, Schulturnhalle Schimborn. - Die Staffel der RWG Mömbris/Königshofen hat mit dem amtierenden deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 eine harte Heimaufgabe zu erfüllen. Die RWG- Trainer Peter Behl (Griechisch-römisch) und Gerhard Weisenberger (Freistil) tappen derzeit im Dunkeln - zumindest was die Aufstellung der Ostalbbären angeht. »Der große Unbekannte kommt«, bringt es Peter Behl auf den Punkt. »Wir können uns am ersten Kampftag die Aufstellung von Aalen kaum ausmalen.« Ausschlaggebend sind die bevorstehenden Weltmeisterschaften Anfang September in Moskau. Viele ausländische Topringer sind im Trainingslager und bereiten sich auf den Jahreshöhepunkt vor.
Freistil-Trainer Gerhard Weisenberger erinnert sich an den letztjährigen Heimsieg gegen den Meister: »Letztes Jahr haben wir sie kalt erwischt, weil sie dachten mit der zweiten Garde reicht das. Ob sie sich dieses Jahr wieder eine ersatzgeschwächte Aufstellung leisten können, bleibt abzuwarten.«
Fakt ist, dass der KSV Aalen 05 auch in dieser Saison wieder zu den Topfavoriten auf den Titel gehört. Trainer Anton Nuding setzt bis auf wenige Abgänge auf die letztjährige Mannschaft. Dem Verein schlossen sich Amiran Karntanov (KSV Witten), Leonid Bazan (Ukraine), Dato Kerashvili (Georgien) und Ramsin Azizsir (ASV Hof) an. Den Übungsleitern aus dem Kahlgrund Peter Behl und Gerhard Weisenberger bleibt deshalb nur der Glaube an die eigene Stärke. »Wir werden so stark stehen wie möglich und auf unsere Heimstärke mit den eigenen Fans bauen«, so Peter Behl und fügt hinzu: »Die RWG-Ringer, die am Wochenende auf der Matte stehen, müssen fit sein«.
Die aufgestockte Anzahl von Ringern mit einem deutschen Pass wird das Kampfergebnis beeinflussen. Seit dieser Saison müssen vier deutsche Ringer aufgeboten werden, von denen einer höchstens 23 Jahre alt sein darf. Ist kein Ringer unter 23 Jahren auf der Wiegeliste notiert, sind fünf Ringer mit deutschem Pass erforderlich. Darum sind besonders die deutschen Meister in den RWG-Reihen - Bengt Trageser (66kg/Griechisch-römisch), Peter Weisenberger (84kg/Freistil) und Oldrik Wagner (96kg/Freistil) sowie der DM-Zweite Saba Bolaghi (66kg/Freistil) - gegen Aalen gefordert. Sie bekommen mit Christian Fetzer, Anatoli Guidea, Emzarios Bedinidis und David Bichinashvili schwere Brocken vorgesetzt.
Ein heißer Tanz wird erwartet
ASV Nendingen - RWG Mömbris/ Königshofen. - Samstag, 19.30 Uhr. - »Einen Kampf sollten wir am Wochenende gewinnen«, lautet die Zielstellung des Trainerteams Behl/Weisenberger. Einen Tag nach dem Heimkampf gegen Aalen muss die RWG-Staffel im Nachholwettkampf beim ASV Nendingen antreten. Wie schwer die Auswärtsaufgabe für die Kahlgrundstaffel wird, zeigt das Ergebnis der Südbadener gegen den KSV Köllerbach. Mit 18:24 boten sie dem mehrmaligen Meister am ersten Kampftag die Stirn.
14 Neuzugänge begrüßten die Nendinger, darunter viele Topringer aus Europa. »Wir rechnen mit einer starken Mannschaft und einer Zuschauerkulisse von bis zu 2000 Zuschauer«, bereitet Peter Behl seine Schützlinge auf einen heißen Tanz vor. Bereits vorige Saison gab es zwei heftige Kämpfe gegen den ASV Nendingen, wobei die RWG mit jeweils einem Punkt Unterschied gewann.
Jens Gündling

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