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Bilderserie Start zum Churfrankenlauf: Victoria Schilde
Hegmanns Siegerzeit von 5:56:52 Stunden ist eine Marke, an der sich die Läufer bei den künftigen Churfrankenläufen abarbeiten dürfen.
Eine halbe Stunde Vorsprung
Bei Kilometer 14 war Hegmann nach eigenen Angaben in Führung gegangen und hatte hernach einen Vorsprung von einer halben Stunde einsam herausgelaufen. Nach dem für ihn enttäuschenden 13. Platz beim World-Trophy-Finale über 50 Kilometer in Assen war er mit seinem Ergebnis beim Churfrankenlauf »rundum zufrieden«.
Das war auch Monika Hofmann (Main-Ausdauershop), die in 7:30:06 Stunden schnellste Frau vor Bärbel Fischer (RLT Rodgau, 7:59:14) war. Dabei hatte die 52-Jährige noch den Transalpine-Lauf (3. bis 11. September) in den Beinen. Allerdings sagte sie selbst, dass sie total frisch ins Rennen gegangen«ist. »Heute lief alles problemlos.«
Spannender Kampf um Platz zwei
Gut in Fahrt waren auch Doninik Karl, Christian Dürr, Manuel Fößel, Maximilian Kolesch und Felix Wiehl, die als Team 1 des TV Ochsenfurt die Staffelwertung in 5:11:34 Stunden gewannen. Dahinter lieferten sich Felix&Felix, eine Mannschaft aus Läufern des TV Mömlingen, mit den Engelbergern des ELT Großheubach einen spannenden Kampf um Platz zwei. Die Mömlinger lagen in 5:40:16 im Ziel knapp vor den Großheubachern (5:40:22).
Das schnellste Frauenteam, Women Power vom TV Hergershausen, war nach 6:30:57 Stunden im Ziel, das schnellste Mixed-Team, SHM3 nach 5:49:31. Wie im Vorfeld erwartet, machten im neuen Wettbewerb für Zweierteams »Die Wombicher« vom RV Viktoria Wombach und das Clever-Fit-Team Wörth den Sieg unter sich aus. Am Ende lagen die Wombacher Jürgen Dugas und Sebastiano Ilardi in 5:42:12 Stunden vor dem Bruderpaar Ingbert und Uwe Reinke (5:58:02).
red/as
Stimmen zum Churfrankenlauf 2011
Tobias Hegmann (Sieger Ultradistanz/TSG Kleinostheim): Bei Kilometer 14 konnte ich auf den bis dahin Führenden auflaufen und mich an die Spitze des Feldes setzen. Die Bodenverhältnisse waren bedeutend besser als im Vorjahr, kein Matsch. Alleine unterwegs, konnte ich bis ins Ziel einen halbstündigen Vorsprung herauslaufen. Die hohen Temperaturen, haben in der zweiten Hälfte schon ihren Tribut gefordert, besonders bei Anstiegen in der prallen Sonne. Nach meinem etwas unglücklichen Abschneiden beim World Trophy Finale in Assen (NL) Ende August bin ich mit heute rundum zufrieden.
Monika Hofmann (Siegerin Ultradistanz/Main-Ausdauershop): Den Transalpine-Run habe ich gut verdaut und bin total frisch ins Rennen gegangen. Irgendwie wollte ich das Erlebnis noch toppen bzw. einen Deckel draufsetzen, idealerweise direkt vor der Haustür. Heute lief alles problemlos. Meine Eigenverpflegung hat gut gereicht, es ist sogar noch etwas Proviant übrig. Im Jahr 2009 habe ich mir zum 50. Geburtstag den New-York-Marathon geschenkt und bin zu diesem Zeitpunkt von der Mittelstrecke auf lange Distanzen umgestiegen. Wer mich für verrückt hält, macht mir ein Kompliment. Normal sein, finde ich langweilig.
Bärbel Fischer (Zweite Frauen/RLT Rodgau): Ich bin super stolz auf meine Zielzeit unter 8 Stunden. Nach Platz drei im Jahr 2010 war für mich diesmal die Platzierung zweitrangig. Heute konnte ich sogar ab Kilometer 50 noch rechnen, normalerweise hat man das Gehirn ab dann in den Beinen. Mein Ehemann und ich sind seit vielen Jahren ausschließlich auf Ultra-Laufveranstaltungen unterwegs und absolvieren jährlich ein festes Programm. Die 100 km in Leipzig am 13. August habe ich in 10:19 Stunden als Trainingseinheit genutzt.
Swen Pabst (Platz 7 Männer/TV Haibach): Da habe ich ja noch ein paar Staffeln hinter mir gelassen. Bis Collenberg lief alles gut, habe dort vergessen, meine Eigenverpflegung aufzunehmen und war nahe einem Hungerast. Orangen, Kuchen, Rosinen, Cola und alle Stunde einen Iso-Salt-Stick haben mich dann doch gut über die Strecke gebracht.
Rainer Hess (Platz 51 Männer/RV-Bank Miltenberg/Kirchzell): Für meine erste Ultra-Teilnahme habe ich zehn Wochen mit ca. 15 Stunden wöchentlich trainiert. Eine Radtour nach München sollte zuvor den Nachweis bringen, ob mein Körper so eine dauerhafte Belastung aushalten kann. Bei 9:24 Stunden hätte ich ja unterwegs noch was essen gehen können, um unter 10 Stunden zu bleiben. Die 73 Kilometer habe ich im Vorfeld für einen guten Zweck unter Kollegen verkauft und insgesamt 2000 Euro eingenommen. Mit diesem Geld wird nun der Miltenberger Verein »Use Your Eyes e.V.« ein bereits bestehendes Waisenhaus in Äthiopien weiter ausbauen und direkt finanziell unterstützen.
Sebastiano Ilardi/Jürgen Dugas (»Die Wombicher«/Sieger 2er Staffel-Team): Es freut uns, dass es diesmal erstmalig die Möglichkeit gab, als Zweier-Team zu starten und wir unserer Favoritenrolle gerecht werden konnten. Zum Wechsel bei km 28 lagen wir noch auf Platz drei. Als erfahrener Läufer ist Sebastiano die zweite Streckenhälfte defensiv mit der richtigen Renneinteilung angegangen. Nach Übernahme der Spitze musste das Ding nur noch nach Hause gelaufen werden. - Mit italienischen Vorfahren hat mir auch das Klima nichts ausgemacht. Wir sind von der Veranstaltung begeistert und werden, vorausgesetzt wir bleiben gesund, auch 2012 wieder dabei sein.
Achim Steffan (5er-Staffel/Team RV-Bank Miltenberg): Ich bin die zweite Etappe über 17 km von Kleinheubach nach Collenberg gelaufen. Das Laufen ist für mich der ideale Ausgleich zum Beruf. Ich brauche Ziele im Leben, auch in sportlicher Hinsicht. Nach dem Jakobsweg mit der Freundin im Jahr 2010 werde ich in diesem Jahr am 7. November in New York meine Marathonpremiere absolvieren. Das war heute schon eine anspruchsvolle Trainingseinheit.
Gudrun Löber (5er-Staffel-Team »Los Krachos«/Sulzbach): Ich habe die letzte Etappe über 16,8 km absolviert. Früher war ich eher unsportlich und habe erst spät mit dem Laufen begonnen - mit großem Spaß. Ich höre immer auf meinen Körper und laufe grundsätzlich ohne Pulsuhr, trainiere zwei- bis dreimal wöchentlich. Mal ehrlich, für Frauen in meinem Alter (53 Jahre) gibt es nur zwei Möglichkeiten in Form zu bleiben: Sport treiben oder nichts mehr essen. (br) Fotos: Birgit Reuter