Die Dominanz des Teams von Trainer Ingo Daniel zeigt sich auch bei der Tordifferenz von 52:15. Damit stellt der TSV nicht nur das angriffsstärkste Team, sondern auch die mit großem Abstand stabilste Abwehr. In der Offensive sorgten vor allem Heiko Grimbs (13 Treffer), Benjamin Kopp (9), Christoph Bojkow und Tobias Jakob (jeweils 8) für die Erfolgserlebnisse.
Herr Daniel, 13 Siege in 17 Spielen bei nur einer Niederlage sprechen eine deutliche Sprache. Worauf führen Sie die teils überragende Leistung Ihrer Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf zurück?
Das Erfolgsrezept sind Spaß am Spiel und das Miteinander. Dass die Jungs kicken können, haben sie ja die letzten beiden Jahre gezeigt. Dieses Jahr mussten wir aufgrund einiger Abgänge enger zusammenrücken und vor allem den Verlust von Jürgen Spielmann, der das Herzstück des »Ploimer« Spiels war, im Verband kompensieren. Dies ist hervorragend gelungen, auch wenn die zweite Mannschaft die Leidtragende war, da sechs Spieler nach oben gerutscht sind.
Nach zwei Vizemeisterschaften scheint heuer der Weg in die Bezirksliga endlich frei für Pflaumheim. Haben Sie die Meisterschaftsfeier schon im Hinterkopf?
Um ehrlich zu sein: Man träumt vielleicht schon einmal. Aber letztendlich liegt die Realität auf dem Platz und da haben wir noch 13 schwere Spiele vor uns, die wir erfolgreich gestalten müssen.
Wie beurteilen Sie die Chancen der Verfolger, haben Sie überhaupt noch einen Mitkonkurrenten im Titelkampf?
Natürlich sind elf Punkte ein komfortabler Vorsprung, aber Mechenhard und Sailauf werden uns in den März-Spielen alles abverlangen. Dann wird sich zeigen, ob wir reif genug sind für den Titel. Solang wir rechnerisch einholbar sind, hat jeder noch die Chance, Meister zu werden. Wir werden nicht leichtsinnig.
Die Bezirksliga Unterfranken 1 hat in den vergangenen Jahren für die Aschaffenburger Fußballer an Attraktivität eingebüßt, da immer mehr Teams aus dem Raum Main-Spessart und Würzburg in diese Liga drängen. Ist die Kreisliga nicht die attraktivere und auch lukrativere Klasse?
Nein, ab der nächsten Saison nicht mehr. Da wird fast die halbe Liga von Aschaffenburgern bespielt und gewinnt auch durch Auflösung der BOL an Qualität dazu. Zudem will sich ja jeder Fußballer weiterentwickeln und das geht nur, wenn er noch mehr gefordert wird.
Wie ist der Stand der Vorbereitungen für die Rückrunde? Gibt es Verstärkungen?
Wir haben sehr früh begonnen, da vor allem das erste Spiel im neuen Jahr gegen Unterafferbach megawichtig ist. Das haben wir schon zum Saisonstart gesehen, als die Wackelpartie gegen Schweinheim gleich den Schalter richtig umgelegt hat. In erster Linie gab es in der Breite einige Verstärkungen, von denen wir uns aber auch qualitativ einiges versprechen. Eine gewisse Eingewöhnungszeit muss man den Jungs schon eingestehen, aber nach der Saison geht es ja weiter mit Fußball in Pflaumheim.






































