Laufbahn und Kraftraum
Beim Bezirksoberligisten SV Erlenbach nutzte Trainer Armin Alexander anderweitige Möglichkeiten, um seine Elf auf Vordermann zu bringen: "Wir haben uns beholfen, indem wir auf der Laufbahn, im Kraftraum und in der Soccer Hall trainiert haben. Zudem konnten wir auf dem Kunstrasen in Stockstadt Freundschaftsspiele austragen, auf unserem eigenen Hartplatz war insgesamt nur viermal ein Training möglich." Zum derzeitigen Leistungsstand des SVE kann der Fußball-Lehrer noch keine genaue Aussage treffen: "Ich denke, dass wir das Läuferische kompensieren konnten, spielerisch werden wir wohl noch, im Gegensatz zu einer normalen Vorbereitung, hintendran sein." Ein besonderes Ärgernis stellt für Alexander auch die Terminierung der ersten Spiele dar: "Insbesondere die Nachholspiele aus der Vorrunde werden sehr früh angesetzt, und dann doch wieder abgesetzt."Auch Sven Durschang, Trainer beim Miltenberger Kreisklassisten Sportfreunde Hausen, versuchte seinem Team ein Alternativprogramm zu bieten: "Wir waren ebenfalls mehrmals in der Soccer Hall, zudem haben wir in einem Fitnessstudio Spinning-Einheiten durchgeführt. Weiterhin sind wir sehr viel gelaufen und haben dreimal auf unserem schneebedeckten Ausweichplatz trainieren können." Den Kunstrasenplatz in Stockstadt nutzten die Sportfreunde ebenfalls: "Lediglich ein Freundschaftsspiel gegen Olympia Eisenbach haben wir ausgetragen, daher kann ich auch überhaupt noch nicht sagen, wo meine Mannschaft zum Saisonauftakt steht."
Wohl dem, der da regelmäßig auf einen Kunstrasenplatz ausweichen kann. Peter Lehrfeld, Trainer beim Tabellenzweiten der A-Klasse 3, FC Wenigumstadt, war in der glücklichen Lage, zweimal in der Woche mit seiner Elf auf dem gemeindeeigenen Kunstrasenplatz in Pflaumheim trainieren zu können: "Auf unserem eigenen Platz wären Trainingseinheiten und Freundschaftsspiele auf keinen Fall möglich gewesen, deswegen waren wir wirklich froh, dass wir regelmäßig den Kunstrasen nutzen konnten." Trotz der fast optimalen Voraussetzungen war Lehrfeld mit der Rückrundenvorbereitung auf Grund der nicht so guten Trainingsbeteiligung unzufrieden: "Ich denke, dass einfach das schlechte Wetter dafür verantwortlich ist."
Von einer katastrophalen Vorbereitungsphase berichtet auch der Trainer des A-Klassisten FC Oberafferbach, Markus Adelmann: "Die erste Februarwoche war noch ganz okay, doch ab der zweiten Woche war es die reinste Katastrophe. Da der Sportplatz in Oberafferbach recht hoch liegt, konnten wir zunächst nur ein Lauftraining im Ort absolvieren, doch mit dem zweiten Schnee war es dann ganz vorbei." Auch die Motivation seiner Kicker sank fast analog mit den anhaltenden Minusgraden: "Es ist für die Mannschaft wirklich deprimierend. Auch als Trainer ist es richtig schwer, die Jungs bei Laune zu halten." Von sechs geplanten Freundschaftsspielen konnte der Aufstiegskandidat keines durchführen: "Da wir einige Spiele gegen Gegner aus der Stadt Aschaffenburg geplant hatten, und deren Plätze von der Stadtverwaltung gesperrt waren, konnten wir bisher nicht ein Spiel bestreiten."
Die Sperrung der Plätze in der Stadt ist auch für den sportlichen Leiter des abstiegsgefährdeten Bezirksligisten TuS Leider, Manfred Schoch, ein Reizthema: "Wir sind maßlos enttäuscht, dass wir derzeit keine Möglichkeit haben, auf unserem Platz zu trainieren. Von 20 geplanten Einheiten konnten wir bisher maximal fünf durchführen. Nach unserer Ansicht ist zumindest unser Trainingsplatz derzeit in einem guten Zustand, so dass kein Verständnis bei uns herrscht, warum die Stadt alle Plätze gesperrt hat."





































