Die Helden vom Schönbusch
Tor:Claus Reitmaier (heute 43 Jahre alt): Reitmaier ist seit Februar des Jahres Torwarttrainer beim HSV in Hamburg, wo er auch wohnt. Der gebürtige Würzburger wechselte 1989 zum Wiener SC und dann in die Bundesliga, wo er für die Stuttgarter Kickers, den 1. FC Kaiserslautern, den Karlsruher SC, den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach 335 Erstliga-Spiele bestritt. Seine Karriere ließ er nach einem Gastspiel bei RW Erfurt im Juni 2006 in Norwegen bei Lilleström SK (mit 42 Jahren bester Torwart der Liga) ausklingen. Danach zunächst Torwarttrainer in Mönchengladbach und zeitweise bei der U-21-Nationalmannschaft.Abwehr: Hans-Peter Knecht (47): Der Großostheimer arbeitet heute als Versicherungskaufmann. Der in diesem Spiel als Libero aufgebotene Mittelfeldspieler erzielte dank seines harten und platzierten Schusses in 153 Zweitliga-Spielen für Kickers Offenbach und die Viktoria 53 Tore. Nach seiner Aschaffenburger Zeit wechselte er als Spielertrainer zu Bayern Alzenau, danach Trainer beim SV Bernbach und in Fulda. Karriereausklang als Spielertrainer beim FC Mömbris. Heute als einziger der Elf seinem alten Verein noch (wieder) treu, ist »Bubu«, so sein Spitzname, seit Januar Vizepräsident am Schönbusch. Uwe Kramer (44): Der Aschaffenburger ist selbstständiger EDV-Berater. Von der Viktoria wechselte er nach Mainaschaff in die Bezirksoberliga, wo er einige Jahre spielte und ein Jahr Trainer war. »Vor ungefähr zehn Jahren« hörte er dort auf. Peter Löhr (48): Der damalige Gegenspieler von Nationalspieler Thomas Allofs, selbst 102-maliger Bundesligaspieler, wohnt in Aschaffenburg und ist Städtischer Angestellter im Sportamt. Nach seiner Zeit bei der Viktoria fungierte er von 1993 - 97 als Spielertrainer bei den Seligenstädter Sportfreunden. Als Trainer arbeitete er bisher beim SV Erlenbach, Viktoria Aschaffenburg und mittlerweile schon wieder zweieinhalb Jahre in Seligenstadt. Michael Sandt (39): Der Aschaffenburger Metzgermeister spielte noch bis 1992 bei der Viktoria, wechselte dann zum FSV Frankfurt, mit dem er ebenfalls in die Zweite Liga aufstieg. Nach kurzem Intermezzo beim Oberligisten Eisbachtal wechselte er 1996 zu seinem Stammverein BSC Schweinheim zurück. Dort fungierte er bis 2005 als Spielertrainer, seither als Sportlicher Leiter. Ingo Aulbach (45): Seinen Karriere-Höhepunkt hatte der KfZ-Mechaniker aus Haibach bereits mit 19 Jahren, als er mit der deutschen Nationalmannschaft in Australien U-20-Weltmeister wurde. Nach seiner Zeit bei Viktoria spielte er für Alemannia Haibach, ging als Spielertrainer nach Oberbessenbach und spielte ein Jahr unter seinem Freund Markus Schäfer als Trainer in Straßbessenbach. Bis vor wenigen Monaten kickte er noch für die Spielvereinigung Grünmorsbach, jetzt ist er beim A-Klassisten Sportlicher Leiter und als Spieler nur noch »Notnagel«.Mittelfeld: Josef Sarroca (47): Von Bundesligist Eintracht Frankfurt gekommen, führte Sarroca, der heute als Kaufmann arbeitet, die Viktoria als Kapitän aufs Feld. Wie Sandt wechselte er nach seiner Aschaffenburger Zeit zum FSV Frankfurt, bevor er sechs Jahre für den KSV Klein-Karben kickte. Weitere sechs Jahre war er Spielertrainer in der Bezirksliga beim FC Büdesheim und hörte erst mit 42 Jahren auf. Derzeit ist er Trainer beim Hanauer Bezirksligisten SV Dörnigheim. Bernd Gramminger (41): Der gebürtige Mannheimer lebt heute in Goldbach, ist gelernter Kaufmann und seit zehn Jahren selbstständig. 1990 verließ er die Viktoria in Richtung Offenbach, stieg mit den Kickers 2000 in die Zweite Liga auf. Musste kurz darauf seine Karriere als Sportinvalide beenden. Trainiert heute »aus Spaß an der Freude« die E1-Junioren des SV Strietwald, bei denen sein Sohn spielt Uwe Höfer (48): Der Schütze des »goldenen Tores« lebt heute in Haltern am See (Münsterland) und arbeitet als kaufmännischer Angestellter. Größter Erfolg des »Fußball-Wandervogels« war die deutsche Vizemeisterschaft mit Schalke 04 im Jahr 1977. Auch für Kickers Offenbach und den 1. FC Saarbrücken kickte er erstklassig. Nach seiner Zeit am Schönbusch war er Spielertrainer in diversen Vereinen und beendete 95 seine Karriere. Heute hat er nach eigener Aussage »gar nichts« mehr mit Fußball zu tun.Sturm: Matthias Imhof (39): Der Youngster wohnt in München und ist Niederlassungsleiter bei einem Personaldienstleister. 1989 wechselte er zu den Stuttgarter Kickers, mit denen er 1992 in die Bundesliga aufstieg. Das gleiche Kunststück gelang ihm mit dem TSV 1860 München, wo er von 1993 - 1995 spielte. Danach musste er seine Karriere als Sportinvalide beenden. Zur Zeit ist er Organisator und Spieler bei der Traditionsmannschaft der »Löwen«, in der unter anderen auch Manni Schwabl und Martin Max stehen. Peter Loontiens (49): Der damals quirlige Blondschopf beendete mit der Saison 1986 /87 relativ früh seine aktive Laufbahn und hat seitdem nichts mehr mit Fußball zu tun. Der vierfache Vater lebt und arbeitet heute als Versicherungskaufmann in Mönchengladbach. Höhepunkt seiner Karriere war der DFB-Pokalsieg 1985 mit Bayer Uerdingen gegen Bayern München. In 73 Bundesligaspielen (auch für Borussia Mönchengladbach) erzielte er 20 Tore. Andreas Banasik (49): Der Pole, der in der 78. Minute eingewechselt wurde, war nicht zu erreichen.
Der Hamburger SV blamierte sich schon fünfmal
Amateure haben im Vereinspokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stets für Überraschungen gesorgt. Rekordmeister Bayern München blamierte sich in seiner Vereinsgeschichte gleich dreimal, den Hamburger SV erwischte es gegen einen Underdog schon fünfmal. - Die Liste der Pokal-Überraschungen von unterklassigen Clubs gegen Fußball-Bundesligisten seit 1974 im Überblick: 1974/75: VfB Eppingen (3. Liga) - Hamburger SV 2:1 1978/79: Südwest Ludwigshafen (3.) - 1. FC Kaiserslautern 2:1 1979/80: Hertha BSC Berlin - TuS Langerwehe (3.) 0:0 n.V. und 1:2 1981/82: Wuppertaler SV (3.) - Eintracht Braunschweig 1:0 1983/84: SC Göttingen (3.) - Eintracht Frankfurt 4:2, 1. FC Bocholt (3.) - Fortuna Düsseldorf 3:1 n.V. 1984/85: SC Geislingen (3.) - Hamburger SV 2:0, Eintr. Haiger (3.) - Karlsruher SC 1:0 n.V. 1986/87: FSV Mainz 05 (3.) - FC Schalke 0:4 1:0, BVL Remscheid (3.) - 1. FC Kaiserslautern 3:0 1987/88: Viktoria Aschaffenburg (3.) - 1. FC Köln 1:0, VfL Wolfsburg (3.) - Hannover 96 3:0 1989/90: Kickers Offenbach (3.) - Bayer Uerdingen 2:1, Arminia Hannover (3.) - FC Homburg 2:1, 1. FC Pforzheim (3.) - VfL Bochum 1:0, Kickers Offenbach (3.) - Borussia Mönchengladbach 1:0 n.V. 1990/91: FV Weinheim (3.) - Bayern München 1:0, Spvgg Fürth (4.) - Borussia Dortmund 3:1 1991/92: TSV Havelse (3.) - 1. FC Nürnberg 1:1 n.V., 4:2 i.E. 1992/93: Rot-Weiß Essen (3.) - Schalke 04 2:0, Hertha BSC Berlin Amateure (3.) - 1. FC Nürnberg 2:1 1993/94: Bayern München Amateure (3.) - 1. FC Köln 0:0 n.V., 5:4 i.E. 1994/95 : Bayern München Amateure (3.) - Werder Bremen 2:1, TSV Vestenbergsgreuth (3.) - Bayern München 1:0, Stuttgarter Kickers (3.) - SC Freiburg 3:1, Bayern München Amateure (3.) - VfB Stuttgart 2:2 n.V., 7:6 i.E. 1995/96: FC Homburg (3.) - FC St. Pauli 2:1 n.V., Spvgg Beckum (4.) - 1. FC Köln 0:0 n.V., 4:3 i.E., SV Sandhausen (3.) - VfB Stuttgart 2:2 n.V., 13:12 i.E., FC Homburg (3.) - TSV München 1860 2:1 1996/97: SG Wattenscheid 09 (3.) - Borussia Dortmund 4:3 n.V. 1997/98: SSV Ulm 1846 (3.) - 1. FC Köln 3:1, Hannover 96 (3.) - Borussia Mönchengladbach 1:1 n.V., 5:3 i.E., Eintracht Trier (3.) - FC Schalke 04 1:0, Hannover 96 (3.) - TSV München 1860 2:0, Eintracht Trier (3.) - Borussia Dortmund 2:1 1998/99: Sportfreunde Siegen (3.) - SC Freiburg 1:0 1999/00: SV Babelsberg 03 (3.) - Spvgg Unterhaching 1:0, Eintracht Trier (3.) - TSV München 1860 2:1 2000/01: VfB Stuttgart Amateure (3.) - Eintracht Frankfurt 6:1, 1. FC Magdeburg (4.) - 1. FC Köln 5:2, 1. FC Magdeburg (4.) - Bayern München 1:1 n.V., 4:3 i.E., Karlsruher SC (3.) - Hamburger SV 1:0, Union Berlin (3.) - VfL Bochum 1:0 2001/02: KFC Uerdingen (3.) - Energie Cottbus 1:0, VfL Osnabrück (3.) - Hansa Rostock 2:1, VfL Wolfsburg Amateure (4.) - Borussia Dortmund 1:0, Darmstadt 98 (3.) - FC St. Pauli 3:1, SSV Ulm (5.) - 1. FC Nürnberg 2:1, KFC Uerdingen (3.) - Werder Bremen 1:1 n.V., 4:3 i.E., Darmstadt 98 - SC Freiburg 3:3 n.V., 3:1 i.E. 2002/03: Holstein Kiel (3.) - Hertha BSC Berlin 1:1 n.V., 3:0 i.E., Spvgg Unterhaching (3.) - Hansa Rostock 3:2 2003/04: Eintracht Braunschweig (3.) - 1. FC Kaiserslautern 4:1, Eintracht Braunschweig (3.) - Hannover 96 2:0, TSG Hoffenheim (3.) - Bayer Leverkusen 3:2 2004/05: SC Paderborn (3.) - Hamburger SV 4:2, Bayern München (A/3.) - Borussia Mönchengladbach 1:1 n.V., 7:6 i.E., Eintracht Braunschweig (3.) - Hertha BSC Berlin 3:2 2005/06: FC St. Pauli (3.) - Hertha BSC Berlin 4:3 n.V., FC St. Pauli (3.) - Werder Bremen 3:1 2006/07: Stuttgarter Kickers (3.) - Hamburger SV 4:3 n.V., FK Pirmasens (3.) - Werder Bremen 1:1 n.V., 4:2 i.E., SC Pfullendorf (3.) - Arminia Bielefeld 2:1, 1. FC Saarbrücken (3.) - FSV Mainz 05 1:0, VfL Osnabrück (3.) - Borussia Mönchengladbach 2:12007/08: Rot-Weiß Essen (3.) - Energie Cottbus 2:2 n.V., 6:5 i.E.





































