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29.07.2011 00:00 Uhr 0 Kommentare

Es ist alles eine Frage der Organisation

Steffen Bolze: Der Haibacher Spieler trainiert den Meisterschaftsfavoriten TuS Leider - Offensive ist Trumpf

Kreisklasse AB 2 Die Fußball-Kreisklasse Aschaffenburg 2 startet mit 15 Mannschaften, darunter sechs Neulingen, in die neue Saison. Nach dem spannenden Verlauf im Vorjahr dürfte auch in dieser Spielrunde mit knappen Entscheidungen zu rechnen sein.

Steffen Bolze kommt mit der Doppelbelastung gut klar.
Als Topfavoriten sehen die Konkurrenten den TuS Leider, den Tabellendritten der letzten Saison. Weitere Aufstiegschancen werden dem Absteiger Viktoria Mömlingen, dem Vizemeister der Vorsaison, Vatan Spor Aschaffenburg, und Eintracht Leidersbach eingeräumt. Interessant ist, dass die Kreisklassenteams mit 118 Neuzugängen (gegenüber 46 Abgängen) mächtig aufgerüstet haben. Auch bei den Trainern gab es fünf neue - zuzüglich zwei zur letzten Rückrunde.
Einer davon ist Steffen Bolze vom Topfavoriten TuS Leider. Er ist nicht nur Leiderer Trainer, sondern auch Spieler beim Landesligisten Alemannia Haibach. Mit ihm sprach unser Mitarbeiter Thorsten Schork.

Herr Bolze, Sie sind seit der letzten Rückrunde als Spieler bei Alemannia Haibach und als Trainer bei TuS Leider tätig. Wie funktioniert solch eine Doppelbelastung beziehungsweise wie sind die Abläufe unter der Woche und am Wochenende?
Die Doppelbelastung ist alleine natürlich nicht zu bewältigen. Es ist alles eine Frage der Organisation. Doch sowohl meine Freundin, meine Familie und Freunde als auch Joachim Hufgard (Trainer Alemannia Haibach) sowie mein Co-Trainer (Felix Rettinger) und die Funktionäre von Leider unterstützen mich tatkräftig. Dies erleichtert mir die Kombination von Trainerfunktion beim TuS und Spieler bei der Alemannia sehr.
Die Abläufe unter der Woche sind klar verteilt: Am Montag, Dienstag und Donnerstag trainiere ich in Haibach. Mittwoch und Freitag leite ich das Training in Leider. Am Wochenende stehe ich samstags als Spieler für Haibach, und sonntags als Trainer des TuS Leider auf dem Platz.

In der vorigen Saison hatte der TuS als Tabellendritter mit 86:39 Toren ein tolles Torverhältnis (+47). Alle anderen Teams und auch die beiden Spitzenmannschaften DJK Aschaffenburg (64:35/+29) und Vatan Spor Aschaffenburg (63:35/+28) waren hier viel schwächer. An was lag es, dass Sie mit einem so hervorragenden Torverhältnis nicht aufgestiegen sind?
Ich kann natürlich hier nur für die Rückrunde sprechen, da ich in der Vorrunde nur zwei Spiele von den Jungs gesehen habe. Hier muss man ganz klar sagen, dass wir unsere Spiele gegen Vatan Spor, Strietwald und auch in Leidersbach nach der 85. Minute verloren haben. Hier hat mir einfach die letzte Konzentration bis zum Schluss gefehlt. Diese Punkte haben natürlich in der Endabrechnung gefehlt. Unsere offensive Spielweise wollen wir aber beibehalten.

Der TuS Leider wurde von den Verantwortlichen der Kreisklasse Aschaffenburg 2 als Topfavorit für die Meisterschaft genannt. Was muss aus Ihrer Sicht besser werden, damit Sie Ihr selbst gesetztes Ziel Kreisligaaufstieg verwirklichen werden?
Fakt ist zuerst einmal, dass es eine sehr interessante Saison werden wird, denn in der Kreisklasse 2 spielen vier bis fünf Mannschaften, die alle in der Lage sind, am Ende ganz oben in der Tabelle zu stehen. Um unserer Favoritenrolle gerecht werden zu können, müssen wir trotz der 86 erzielten Tore in der letzten Saison noch an unserer Chancenverwertung arbeiten.

Wie lief aus Ihrer Sicht die Vorbereitung?
Die Vorbereitung lief recht zufriedenstellend. Die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch und die Jungs ziehen richtig gut mit. Das ein oder andere Testspiel sowie das Ausscheiden im Toto-Pokal in Mainaschaff haben uns natürlich gezeigt, wo wir noch das ein oder andere Defizit haben. Diese gilt es abzustellen.



Favoriten
TuS Leider 7
Viktoria Mömlingen 4
Vatan Spor Aschaffenburg 2



Unser Meistertipp
Viktoria Mömlingen

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