Das 1979 gegründete Magazin legte gegen die einstweilige Verfügung Widerspruch ein und bekam dabei Unterstützung vom Deutschen Journalisten-Verband. »Wir schöpfen den Rechtsweg voll aus und ziehen notfalls bis vors Jüngste Gericht«, hatte »Titanic«-Chefredakteur Leo Fischer angekündigt. Der Streit wird nun am Freitag vor der Pressekammer des Landgerichts Hamburg verhandelt. An dem Tag werde aber noch keine Entscheidung erwartet, sagte ein Gerichtssprecher.
Die Kirche hatte dem Magazin vorgeworfen, mit dem Papst-Titel Grenzen zu missachten und Benedikt XVI. zu demütigen. Chefredakteur Fischer hatte daraufhin ironisch erklärt, das Oberhaupt der katholischen Kirche habe etwas missverstanden. Der Titel zeige den Papst, wie er nach der Aufklärung der Spitzelaffäre feiere und im Überschwang ein Glas Limonade über seine Soutane verschütte.
In der »Vatileaks« genannten Enthüllungsaffäre waren mehrfach geheime Dokumente aus dem Vatikan publik geworden. Der Kammerdiener des aus Bayern stammenden Papstes wurde festgenommen. Er soll eine Reihe vertraulicher Dokumente entwendet haben, die schließlich von Medien öffentlich wurden. Dafür wurde der Mann wegen schweren Diebstahls angeklagt. dpa

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