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25.04.2010 13:13 Uhr 0 Kommentare

Carl Friedrich Prinz zu Löwenstein verunglückt tödlich

Unfall bei Autorennen auf dem Nürburgring 
Carl Friedrich Prinz zu Löwenstein aus Laudenbach ist tot. Er verunglückte am Samstag beim dritten Lauf zur deutschen Langstrecken-Meisterschaft auf der berühmten Nürburgring-Nordschleife auf dem Nürburgring.
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Carl Friedrich Prinz zu Löwenstein.

Archivfoto: Peter Riffenach

Der 43-Jährige hatte unter dem Pseudonym »Leo Löwenstein« bei einem Langzeitrennen teilgenommen und war bei einem Überholmanöver mit anderen Wagen zusammen gestoßen. Carl Friedrich, Erbprinz der Fürstenfamilie Löwenstein mit Sitz in Kleinheubach, leitete den Forstbetrieb Fürst Löwenstein und das gleichnamige Weingut, dessen Umzug von Kreuzwertheim nach Kleinheubach in diesem Sommer geplant ist. Er hinterlässt eine Frau und vier kleine Kinder.

Leo Löwenstein aus Laudenbach kollidierte in der 22. Runde im Streckenabschnitt »Bergwerk« in seinem Aston Martin GT4 mit Fahrzeugen zweier Konkurrenten, sein Wagen überschlug sich dabei.

Beim Aufprall auf die Leitplanke wurde das Heck des Aston Martin stark beschädigt und ging in Flammen auf. Der Veranstalter leitete umgehend Rettungsmaßnahmen ein. Dennoch starb der 43-jährige Löwenstein, der sich nicht selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien konnte, noch an der Unfallstelle. Laut Veranstalter war eine Rauchgasvergiftung die Todesursache.

Der Rennfahrer Hans-Joachim Stuck (59) nahm am Wochenende selber an dem Langstreckenrennen Teil. Laut eines Bild.de-Artikels kommentierte er den Unfall mit den Worten: "In diesem Fall sind viele unglückliche Umstände zusammengekommen."

Löwenstein ist das siebte Todesopfer in der seit 1977 ausgetragenen deutschen Langstrecken-Meisterschaft. Der letzte Unfall mit Todesfolge liegt fast neun Jahre zurück. Am 4. August 2001 erlag der Essener Rennfahrer Ulrich Richter nach einer Kollision seinen schweren inneren Verletzungen.

Das Rennen am Samstag wurde nach dreieinhalb Stunden – vorgesehenen war eine Renndauer von vier Stunden – abgebrochen und nicht mehr neu gestartet.

Carl Friedrich Erbprinz zu Löwenstein wuchs im elterlichen Schloss in Kleinheubach auf, besuchte die Volksschule im Ort und diente nach dem Abitur bei der Bundeswehr als Fernmeldespäher. Anschließend absolvierte er eine einjährige Weinbaulehre in Südafrika und studierte bis 1993 Betriebswirtschaft und Business Administration in Passau und Buckingham.

Der Erbprinz wirkte in Marketing und Vertrieb eines Augsburger Papierunternehmens, bis er 2002 in das Familienunternehmen Fürst Löwenstein eintrat und die Leitung übernahm. Seither war Carl Friedrich für den Wald- und Forstbetrieb und das Weingut verantwortlich. Für letzteres bereitete er den Umzug von Kreuzwertheim in den Schlosspark Kleinheubach vor.

Seit 1998 war der Erbprinz mit Dr. Stephanie Freiin zu Brenken verheiratet. 2005 zog er mit seiner Familie in das Schloss Laudenbach (Kreis Miltenberg). Carl Friedrich Prinz zu Löwenstein hinterlässt neben seiner Frau zwei Mädchen und zwei Buben im Alter von einem bis elf Jahren. ms/bin/mai



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