Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager bestätigte am Mittwoch, dass die Anzeige bei der Justiz eingegangen sei. Der »Arbeitskreis humaner Tierschutz« sieht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, da Tiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden dürften. Die Polizei hatte die Wildschweinrotte erschossen, nachdem diese sich auf der Flucht vor Jägern in Höchberg bei Würzburg in eine Garage geflüchtet hatte und den Unterschlupf nicht mehr verlassen wollte.
Für die Tierschützer erklärte Rechtsanwalt Domninik Storr, es hätte völlig genügt, die Garage nach Eintritt der Dunkelheit wieder zu öffnen. Dann hätten die Tiere in den Wald zurückkehren können, ohne dass irgendjemand Schaden genommen hätte. Stattdessen habe es »eine gnadenlose Hinrichtung durch die Polizei« gegeben, hieß es in der Mitteilung. dpa
Das Polizeipräsidium Unterfranken berichtete am 14. Dezember: Nach einer Drückjagd im Reichenberger Wald haben sich am Sonntagnachmittag 13 Wildschweine ins Gewerbegebiet Höchberg verirrt. Auf einem Firmengelände liefen die orientierungslosen Tiere in eine offenstehende Garage.
Am Sonntag hatten einige Jäger im Staatswald bei Reichenberg eine sogenannte Drückjagd organisiert. Gegen 15.00 Uhr hatten sich 13 Wildschweine im Zuge dessen offenbar ins Gewerbegebiet Höchberg verirrt. Auf dem Gelände eines Steinmetzbetriebes arbeitete ein Mitarbeiter gerade in einer offenstehenden Garage, als die verwirrten Wildtiere dort hineinliefen. Um zu verhindern, dass Besucher eines angrenzenden Sonnenstudios oder andere Anwohner gefährdet werden, schloss er das Garagentor und verständigte die Polizei.
Mit mehreren Streifenfahrzeugen und einigen herbeigerufenen Jägern wurde zunächst versucht, den Wildschweinen einen Fluchtweg zu ermöglichen, der sie in Richtung Ortsrand leiten sollte. Dazu wurde auch kurzfristig die B27 gesperrt. Leider waren die Wildschweine nach dem Öffnen des Garagentores aber nicht dazu zu bewegen, das Gelände wieder zu verlassen. Nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft waren, die verängstigten Tiere aus der Garage zu locken, mussten sie, um eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen, in der Garage erschossen werden.
Ein Polizeibeamter, der selbst Jäger ist, erlegte die Tiere waidgerecht. Auf ihrem Weg ins Industriegebiet hatten die Wildtiere auf einem Firmengelände einen Maschendrahtzahn beschädigt. Bei der Flucht war ein Wildschwein eine ca. drei Meter hohe Mauer hinuntergestürzt und konnte nicht mehr weiterlaufen. Der Hausmeister des Geländes barg das verletzte Tier. Auch dieses musste durch einen Schuss aus der Polizeiwaffe von seinem Leiden erlöst werden. Polizeipräsidium Unterfranken







































