Die Frau hatte im Dezember 2011 mit einem 15 Zentimeter langen Filetiermesser neunmal auf ihren getrennt von ihr lebenden Mann eingestochen. Er wollte sich scheiden lassen, sie war dagegen. Der 45-Jährige verblutete im Hof des gemeinsamen Pferdegestüts in Sulzfeld (Landkreis Rhön-Grabfeld).
Den Richtern zufolge hatte die Angeklagte mit unbändiger Wut zugestochen. Sie sei wütend gewesen, weil ihr Mann sie trotz des Messers nicht ernst genommen und als hysterisch bezeichnet habe. Ursprünglich habe sie ihn nicht umbringen, sondern nur zu einer klaren Aussprache bewegen wollen, hatte die Witwe im Prozess beteuert.
Die Staatsanwaltschaft war im Prozessverlauf vom Vorwurf des Mordes abgerückt und hatte 13 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte auf 9 Jahre plädiert. Stefan Sauer und Christiane Gläser, dpa
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