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07.03.2013 15:04 Uhr 0 Kommentare

Nach Mord an Barfrau: Tatverdächtiger auf der Flucht

44-Jähriger untergetaucht 
Die Münchner Polizei jagt den Mörder einer Barfrau. Der Tatverdächtige war erst einen Tag zuvor aus der Haft entlassen worden. Zeugen sagen, er habe sich in dem Lokal mit dem Opfer gestritten.
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Der mutmaßliche Mörder der Münchner Barfrau Natalia G. saß bereits wegen versuchten Mordes im Gefängnis und ist erst einen Tag vor der Bluttat auf Bewährung entlassen worden. Der 44-Jährige soll die Frau am frühen Dienstagmorgen in ihrem Lokal am Münchner Hauptbahnhof erstochen haben und ist seither auf der Flucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. »Wir hoffen stündlich, dass wir ihn kriegen. Das ist nur eine Frage der Zeit«, sagte ein Polizeisprecher.

Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl wegen Mordes. Das Bayerische Landeskriminalamt (BKA) setzte für die Ergreifung des Täters 5000 Euro Belohnung aus.

Der 44-jährige Jurij Schakura und die 35-jährige Natalia G. kannten sich bereits vor der Tatnacht, wie Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sagte. Laut Zeugenaussagen stritten sich die beiden in der Bar. Worum es bei dem Streit ging, sei unklar, weil die beiden russisch sprachen. Ein Angestellter rief die Polizei, aber als die Beamten eintrafen, hieß es, der Mann sei weg und die Sache habe sich erledigt, woraufhin die Polizei das Lokal verließ.

Wie es dann genau weiterging und ob der Tatverdächtige tatsächlich der letzte Gast in der Bar war, sei noch unklar, sagte Steinkraus-Koch. Auch zu Tathergang und Tatwaffe machte er keine Angaben. Die Obduktion hatte ergeben, dass die Frau an einer Stichverletzung starb.

Den Angaben zufolge saß Schakura wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in Haft. Er hatte im Jahr 2005 im Alkoholrausch einen Bekannten in einer Münchner Wohnung ohne ersichtlichen Grund niedergestochen. Dafür wurde er 2006 zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Nach vier Jahren sei er wegen seines Alkoholkonsums in eine Entzugsklinik verlegt worden, sagte Steinkraus-Koch. Am Montag wurde Schakura auf Bewährung aus der Haft entlassen. dpa


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