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24.02.2013 14:39 Uhr 0 Kommentare

Bleibt die Rhön Biosphärenreservat?

Endspurt bei den Kommunen Seit mehr als 20 Jahren weiß Bayern, dass es bis 1. März dieses Jahres Rhön-Waldflächen als Kernzonen auszeichnen muss. Zumindest, wenn es Unesco-Biosphärenreservat bleiben will. Auf den letzten Metern wird es nun trotzdem nochmal hektisch.

Bei schlechtem Wetter sollten Wanderer sich zu helfen wissen. In der Rhön – hier auf der Wasserkuppe bei Gersfeld – gibt es dafür erstmals geführte Nebel-Wanderungen. Foto: David Ebener (dpa)
Damit die Rhön Unesco-Biosphärenreservat bleiben kann, müssen mindestens drei Prozent der Waldflächen als Kernzonen ausgewiesen werden. Dieser Teil des Waldes muss so gut wie unberührt bleiben. Während die Nachbarländer Hessen und Thüringen ihre Hausaufgaben bereits gemacht haben, bummelt Bayern. Es stehen noch immer wichtige Entscheidungen einiger Kommunen aus.

Das Umweltministerium ist dennoch zuversichtlich, dass der Freistaat bis zum 1. März liefern kann. Dann nämlich läuft die Meldefrist für die Kernzonen ab. Sollten bis dahin die drei Prozent nicht zusammenkommen, kann die Unesco der Rhön den Titel aberkennen. Doch soweit will Bayern es nicht kommen lassen. Im Gegenteil. Das Unesco-Biosphärenreservat soll sogar erweitert werden. Seit 1991 trägt die Rhön diesen Titel.

»Momentan laufen intensive Gespräche des Freistaates, des Bundes und der Kommunen zur Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön und zur Ausweisung der erforderlichen Kernzone«, sagte Umweltminister Marcel Huber (CSU) der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Bayerische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats bei der Regierung Unterfranken ist zuversichtlich, dass der Kraftakt gelingen wird. Jüngst hätten Hammelburg und die Marktgemeinde Elfershausen beschlossen, jeweils rund 50 Hektar Wald einzubringen, sagte ein Sprecher. Dennoch seien auch noch Entscheidungen einiger Kommunen offen.

Drei Prozent der bayerischen Rhön entsprechen einer Fläche von 2184 Hektar. Mit der geplanten Erweiterung sind sogar 3915 Hektar nötig. Der Bayerische Staatsforst wird den Angaben der Regierung Unterfranken zufolge mindestens 2 400 Hektar Waldflächen in die Kernzone einbringen.

14 Kommunen sowie zwei Landkreise haben nach Ministeriumsangaben ebenfalls bereits Flächen angeboten. Auch der Bund werde sich wahrscheinlich mit einer Fläche aus dem Truppenübungsplatz Hammelburg beteiligen. »Genaue Zahlen werden genannt, wenn alle Vereinbarungen abgeschlossen sind«, sgate Minister Huber. Das soll Anfang März der Fall sein. Dann beschäftigt sich auch das Landtagskabinett mit dem Thema.

Christiane Gläser, dpa


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