Bei eisigen Temperaturen, die laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf bis zu minus zehn Grad rutschen konnten, brachen am Samstag Tausende aus dem meist bewölkten Flachland in die Berge auf. Dort meldeten die Bergstationen in Garmisch und auf der Steinplatte mehr als zwei Meter Pulverschnee und strahlenden Sonnenschein. »Es gibt das ganze Wochenende immer wieder Neuschnee«, sagte ein DWD-Sprecher.
Vergnügen auf der Piste, Chaos auf den Straßen: Wegen zahlreicher Unfälle bei Glatteis und Schnee waren die Rettungskräfte im Freistaat im Dauereinsatz. Allein am Vormittag krachte es mehr als zweihundert mal: 110 Unfälle wurden registrierte die Polizei in Nürnberg innerhalb weniger Stunden in Mittelfranken. In Niederbayern gab es 55 witterungsbedingte Autounfälle, dabei wurden acht Menschen leicht verletzt. Auf der A3 und der A93 mussten Fahrbahnen zeitweise wegen Bergungsarbeiten gesperrt werden. In der Oberpfalz erlitten 13 Menschen bei 60 Unfällen leichte Verletzungen.
Entwarnung ist vorerst nicht in Sicht. Nach Angaben des DWD bleiben vor allem die Nächte vorerst frostig, bis am nächsten Freitag der meteorologische Frühling beginnt.
Deniz Aykanat, Laura Hertreiter, dpa
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