Bilderserie, "Unbekannter legt Ölspur" (20. April 2011), dpa
Möglicherweise habe der Täter sich sogar länger dort aufgehalten, teilte die Kriminalpolizei in Kempten am Freitag mit. Nach neuen Erkenntnissen waren die drei Ölflecke in diesem Bereich höchstens zehn Minuten vor dem Unfall verteilt worden. Unklar ist, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt.
Die Polizei will nun über einen Zeugenaufruf herausfinden, wer sich an dem Tag im April 2011 am Unglücksort aufgehalten hat. Auch Fotos vom Unfallgeschehen werden gesucht. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von einem Reihen-Gentest, bei dem bislang 50 Personen getestet wurden.
Durch die sichergestellten Flaschenscherben konnte die Polizei eine erste konkrete Spur auf den Täter finden – einen genetischen Fingerabdruck. Ein Abgleich mit der Gendatenband des Bundeskriminalamtes brachte allerdings keinen Treffer. Deswegen startet nun der Reihentest. Die Polizisten wollen zunächst gezielt Menschen um eine Speichelprobe bitten, auf die »bestimmte Prüfungsmerkmale zutreffen« – nähere Informationen wurden nicht genannt.
Laut Kripo Kempten, würden mehrere hundert Personen aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Für die Untersuchung seien 14 Beamte abgestellt worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes werten in den kommenden Wochen mehrere hundert Speichelproben aus. Sie vergleichen diese Proben mit dem genetischen Fingerabdruck, den die Ermittler auf einer Flaschenscherbe gefunden haben.
Insgesamt hatte der Unbekannte an insgesamt acht Stellen im Allgäu Wein- und Sektflaschen mit Altöl zertrümmert und so auf den Straßen für Biker gefährliche Schleuderfallen hinterlassen.
Der Ölanschlag hatte im vergangenen Jahr viele Motorradfahrer im Allgäu verunsichert. In dem Fall sind 50 000 Euro Belohnung ausgesetzt – 5000 von der Polizei und 45 000 Euro von Privatpersonen.
Im April 2011 war bei Markt Rettenbach ein 37 Jahre alter Biker auf einer Öllache gestürzt und in ein Auto gekracht. Der Familienvater konnte nicht mehr gerettet werden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Ölfleck vorsätzlich gelegt wurde, damit ein Zweiradfahrer verunglückt. Die Ermittler fanden in der Region noch neun andere Ölflecken. Der unbekannte Täter hatte auf den Straßen Wein- und Sektflaschen mit Altöl zertrümmert, und so gefährliche Schleuderfallen hinterlassen.
Der Ölanschlag hatte im vergangenen Jahr viele Motorradfahrer im Allgäu verunsichert. In dem Fall sind 50 000 Euro Belohnung ausgesetzt – 5000 von der Polizei und 45 000 Euro von Privatpersonen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.
dpa
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