
Die Frau war im vergangenen Juli vom Amtsgericht Kitzingen wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie mit Gleichgesinnten das Genmais-Feld im Landkreis Kitzingen zerstört haben soll. Etwa 60 Gentechnik-Gegner hatten Ende Juni 2008 die Pflanzen niedergetrampelt oder rausgerissen.
Die 28-Jährige sollte dem Urteil zufolge 45 Tagessätze zu je 15 Euro zahlen, legte gegen die Entscheidung aber Berufung ein. Auch die Anklage hatte Berufung eingelegt. Ihrer Ansicht nach sollte die Frau auch wegen Hausfriedensbruchs verurteilt werden. Der Prozess soll am 12. Mai fortgesetzt werden.
Bisher gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über mögliche Gefahren für Gesundheit oder Umwelt durch genmanipulierte Pflanzen. In Unterfranken werden seit Jahren Gentechnik-Versuche durchgeführt – behördlich genehmigt. Die Maispflanzen sind nur für wissenschaftliche Tests bestimmt und dürfen nicht in den Handel gebracht werden. Genmais-Sorten können gegen Schädlinge resistent sein.
Bürger, Naturschützer und Politiker protestieren immer wieder gegen die Versuche. In diesem Jahr soll in Unterfranken kein gentechnisch veränderter Mais ausgesät werden. Angelika Röpcke (dpa)





























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