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10.03.2010 17:16 Uhr 0 Kommentare

Impress – 141 Mitarbeiter müssen gehen

Aschaffenburg- Damm Kurz vor Weihnachten hatten es die Mitarbeiter erfahren – jetzt steht es fest: 141 Mitarbeiter des Aschaffenburger Dekorhersteller Impress verlieren etappenweise bis zum Jahresende ihre Arbeitsplätze. Am Mittwoch Morgen zeigten die Beschäftigten zum Schichtwechsel nochmals ihren Unmut über die Teilschließung des Dämmer Standortes.
Rote Grabkerzen leuchteten an der Zufahrt zum Betriebsgelände – auf ihnen stand „Ich war ein Arbeitsplatz“. Bis zum Schluss hatten Betriebsrat und Gewerkschaft um den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft. Inzwischen sind die Verhandlungen weitestgehend abgeschlossen und die Vielzahl der Kündigungen für Produktionsmitarbeiter nicht mehr zu verhindern.

10.03.2010 - Aschaffenburg-Damm - impress
10.03.2010 - Aschaffenburg-Damm - impress Foto: Ralf Hettler Ralf Hettler
„Zumindest konnten wir 15 Arbeitsplätze retten und einen akzeptablen Sozialplan aushandeln“, sind sich Betriebsratsvorsitzender von Impress Decor, Gerhard Zentgraf, und Gewerkschaftssekretär Christian Egner von der Industriegewerkschaft BCE einig. Die gekündigten Mitarbeiter haben die Möglichkeit in eine Auffanggesellschaft übernommen zu werden, welche ihnen den Übergang in neue Arbeitsplätze erleichtern soll und von welcher Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Als durchaus hart bezeichneten beide Arbeitnehmervertreter die Verhandlungen. Die Geschäftsführung habe sich recht wenig bewegt. Vor fast genau einem Jahr mussten am früheren Letron-Standort im Stadtteil Damm bereits 51 Mitarbeiter gehen. Wie das Unternehmen im vergangenen Dezember erklärte, müssten die in der Wirtschaftskrise entstandenen Überkapazitäten abgebaut werden. Jetzt sollen bis zum Jahresende die Produktionsbereiche Veredelung und Druckerei abgebaut werden. Am Dämmer Standort verbleiben dann noch die Unternehmenszentrale, Forschung, Labordruckanlage und das Entwicklungszentrum mit insgesamt 95 von einst 250 Beschäftigten. Ralf Hettler



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