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09.05.2012 00:00 Uhr 0 Kommentare

Rennstrecke weicht Fotovoltaikanlage

Gemeinderat: 2076 Module finden auf Flächen an der Külsheimer Prinz-Eugen-Straße ihren Platz

Külsheim Die sechste öffentliche Sitzung des Külsheimer Gemeinderates war am Montag im Gemeindezentrum in Steinfurt, wobei fast zwei Dutzend Zuhörer zugegen waren.
Bei der Sanierung der Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim stand die Vergabe der Zimmererarbeiten an. Irene Trabold vom Bauamt erklärte, im Konzept sei vorgesehen, ein versetztes Pultdach zu errichten. Sie listete die zu erbringenden Leistungen auf und benannte das Gewerk als im Kostenanschlag mit 98 000 Euro eingeplant. Das Gremium beschloss einstimmig, diese Zimmererarbeiten an die Wertheimer Firma Dobslaff für die Auftragssumme von brutto 67 085,06 Euro zu vergeben.
Zeitlich etwas breiteren Raum nahm der Bauantrag zur Errichtung einer Photovoltaikfreiflächenanlage an der Prinz-Eugen-Straße im Gewerbepark II in Külsheim ein. Trabold erläuterte, dort sei geplant, eine städtische Fläche für 20 Jahre anzumieten, um 2076 Module in vier Tischreihen aufzustellen. Die Maßnahme solle wegen der Einspeisung sofort umgesetzt werden, die Fläche nutze seit einigen Jahren der Förderverein des FC Külsheim als Zentrum für das Zwölf-Stunden-Mountainbikerennen.
Fritz Morawietz erkannte: »Zwei Sachen gehen nicht.« Eine Alternative für den Veranstalter des Mountainbike-Rennens seien die beiden großen alten Sportplätze auf dem Gebiet der ehemaligen Kaserne, so sehe er keine Probleme. Stefan Grimm hinterfragte, wer denn der Investor sei, wie groß die Einnahmen und ob man das nicht selber machen könne, die Stadt lasse sich etwas entgehen. Bürgermeister Thomas Schreglmann erklärte, es handle sich um den Geschäftsführer einer Baufirma, nannte die Summe von 100 000 Euro in 20 Jahren und sagte, in seiner Amtszeit habe sich noch kein Verein gemeldet, eine solche Maßnahme anzugehen. Der Gemeinderat befürwortete den Bauantrag bei fünf Enthaltungen von Michael Adelmann, Elke Wenz, Stefan Grimm, Rupert Bischof und Annette Ries.
Neue Spielgeräte
Zur Gestaltung des Spielplatzes an der Mozartstraße stellte Bernd Greß vom Bauamt die Planungen vor. Der Spielplatz solle noch in diesem Jahr neu angelegt werden, wobei die Umsetzung ähnlich derer der Spielplätze in Steinbach oder Hundheim erfolgen solle. Der städtische Bauhof werde Hauptarbeiten wie die Räumung des Grundstückes samt Bodenaustausch, die Aufstellung der Spielgeräte, die Einrichtung der Sicherheitsbereiche, Erdarbeiten und sonstige Leistungen erbringen. Die Organisation und mögliche Eigenleistungen durch Bürger koordiniere Stadtrat Heinrich Väth und werde dabei mit Bauamt und Bauhof abgesprochen.
Greß sagte, um die Kosten möglichst gering zu halten, würden die Zaunanlage mit verzinkten Stahlpfosten und Schwartenbrettern und die Doppelschaukel aus Metall wieder verwendet. An Neuanschaffungen seien vorgesehen eine Spielkombination mit zwei Türmen samt Rutsche und einer Hängebrücke, ein Sandkasten mit Sandbaustelle, eine Stahlseilbahn mit einer Länge von 22 Metern, eine Tischtennisplatte, ein Kleinkindersitz und eine Federwippe. Zu den Kosten für die Neuanschaffung der Spielgeräte von 20 322 Euro kämen Kosten von etwa 5000 Euro für Baumaterialien.
Unterschriftenliste
Der Bürgermeister ergänzte, die bisherige Anlage sei bereits 40 Jahre alt gewesen, eine Unterschriftenliste habe sich gegen die Schließung des Spielplatzes ausgesprochen. Eine neue Zaunanlage würde teuer kommen. Manfred Lawo sagte für den am Sitzungstag verhinderten Gemeinderat Heinrich Väth, vieles sei bereits mit Anwohnern abgestimmt und Väth plädiere dafür, die Zaunanlage dicht zu machen. Schreglmann äußerte, man wolle sich das Ganze nochmals anschauen.
Der Gemeinderat beschloss die Neugestaltung des Spielplatzes an der Mozartstraße. Den Auftrag für die neuen Spielgeräte erhält die Firma Spessart-Holzgeräte GmbH aus Kreuzwertheim zum Preis von brutto 20 321,63 Euro.
Bei den späteren Anfragen an den Bürgermeister wollte eine Bürgerin wissen, bis wann der Spielplatz wieder nutzbar sei. Schreglmann verwies dabei auf die Lieferzeit der Spielgeräte, die wohl bei fünf bis sechs Wochen liege. Hans-Peter Wagner

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