Einiges wissen sie aber schon: »Germany's Next Top Model lässt grüßen«, kommentiert der Würzburger Fotograf und Bildbearbeiter Benny Schulz. Er hat schon beim ersten Modeltraining im vorigen Jahr mit Überraschung gesehen, wohin die Reise bei einigen Mädchen geht: »Es ist teils erstaunlich, was die Kinder so mitbringen.« Manche seien »überengagiert«. Gemeint ist, dass die Mädchen Dinge aus dem Fernsehen nachmachen und dass das, was die Erwachsenen im Fernsehen vormachen, teilweise nicht wirklich altersgemäß für Neun- bis 15-Jährige ist.
Schulz ist in seinem Leben bislang immer zweigleisig gefahren: Bevor er in der Gestaltung arbeitete, hat er an der Uni Soziologie studiert - das schärft den Blick für Gesellschaftliches.
Im vorigen Jahr hätten mehrere Mädchen gefragt, wo und wie sie sich bewerben könnten, um Model zu werden. So funktioniere das nicht, die Casting-Shows gaukelten den Mädchen aber vor, dass jede, wenn sie hübsch genug sei, Model werden könne. Dies stimme nicht, denn die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche sei begrenzt. Damit es eine Karriere werde, müsse vieles zusammenkommen, vor allem Glück. Er sage den Kindern immer: »Schlagt euch das aus dem Kopf, nehmt Modeln und Fotografieren als Hobby und es auf keinen Fall zu ernst.«
Das findet auch Visagistin Ronja Schineis, sie schminkt Models in ihrem Arbeitsalltag, bei den Creative Days tut sie es aus Spaß an der Freude: »Ich zeige den Kindern Tricks und Kniffe, damit sie hübscher aussehen.« Der Model-Beruf sei sehr ungewiss. Es gebe eine Menge Agenturen, die Mädchen gegen Geld Fotosessions anböten und ihnen versprächen: »Dann wird es mit der Karriere«. So funktioniere das nicht: »Seriöse Agenturen machen solche Castings umsonst und verrechnen die Kosten mit den ersten echten Honoraren - wenn es denn welche gibt.«
Wenn man es so sieht, dann macht Celine Brown es allemal richtig: »Mir macht es einfach Spaß«, sagt sie und fotografiert Larissa Castellino, die sich ein ums andere Mal in Pose bringt. Klar mache sie das auch nur zum Spaß und weil es schön sei, vor der Kamera zu stehen, sagt Larissa. Aber ein bisschen Hoffnung macht sie sich schon, das merkt und sieht man. Am Ende werden alle ihre Bilder mit nach Hause nehmen können, ganz viele auf CD und zwei großformatig auf Papier, professionell von Schulz bearbeitet.
Bilder für die Zimmertür
Larissa wird ihre vielleicht mal probeweise an eine Agentur schicken, Aline Kirchgäßner wird ihr Porträt an ihre Zimmertür hängen - und was aus den Bildern wird, die Nina von Carla gemacht hat, steht in den Sternen. Ein paar wirklich schöne Fotografien werden dabei sein und die Erinnerung an das Ferienprogramm konservieren.
Eine Stadttour durch München steht noch auf dem Programm der Creative Days, Gesund und lecker essen, Geocaching, also Schatzsuche per GPS, eine Fahrradrallye, eine Kanutour und der Besuch in einem Ferienpark.
Ein paar Plätze sind an den Tagen noch frei. Das Jugendhaus erreicht man zwischen 16 und 20 Uhr unter 0 93 42/91 21 22.
Ge
Weitere Informationen auch per E-mail
unter info@soundcafe.org







































