Login | Neu hier?
 
 
  
 
hinzufügen Merkliste (0 Objekte)
 
Punkte
Text vergrößern
Text verkleinern
Artikel drucken
Artikel weiterempfehlen
Artikel kommentieren
+
Bookmark
Del.icio.us
Digg
Facebook
Google Bookmarks
Mister Wong
Webnews
Yigg
26.07.2008 00:00 Uhr 0 Kommentare

Gründung nach Zurückweisung

Berliner Secession: Vortrag über die Künstlervereinigung - Erste Ausstellung 1899

Wertheim-Hofgarten Dr. Constanze Neuendorf-Müller informierte die Besucher der Preview-Veranstaltung im Schlösschen über die Geschichte der Berliner Secession, die sich gegen die biedere Kunstauffassung von Kaiser Wilhelm II. und der Berliner Akademie wandte.
In den Ausstellungen war angesichts einer großen Nachfrage nach süßlicher Genremalerei und den vom Kaiser begünstigten Historiendarstellungen für fortschrittliche Künstler wenig Raum, sagte Neuendorf-Müller. Vorläufergruppe der Secession war die Gruppe der XI, die später in der Künstlervereinigung aufging. Direkter Anlass zur Gründung der Berliner Secession war die Zurückweisung mehrerer Künstler bei der "Großen Berliner Kunstausstellung" im Jahr 1898.

Rund 65 Mitglieder In den Vorstand der neuen Vereinigung mit rund 65 Mitgliedern wurden Max Liebermann an der Spitze sowie Walter Leistikow, Oskar Frenzel, Otto Heinrich Engel, Ludwig Dettmann, Curt Herrmann und Fritz Klimsch berufen. Als geschäftsführende Sekretäre fungierten die Kunsthändler Paul und Bruno Cassirer. Bereits im Mai 1899 fand die erste, sehr erfolgreiche Secessions-Ausstellung mit 46 Berliner und 57 Münchener Künstlern im eigenen Gebäude neben dem Theater des Westens statt. Die jährlichen Ausstellungen öffnete man in den kommenden Jahren auch für ausländische Künstler. Und Gemälde von van Gogh, Cezanne, Gauguin und den französischen Impressionisten um Monet wurden in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt gemacht.

Die Gruppe selbst verstand sich nicht als revolutionär. Von Anfang an propagierte man die Aufgeschlossenheit für alle Kunstrichtungen und Liberalität gegenüber neuen Strömungen, auch wenn eine starke Gewichtung zugunsten einer impressionistischen Auffassung in der Gruppe offensichtlich war.

Die Spannungen innerhalb der Berliner Secession eskalierten 1910 unter anderem, weil die Jury um Max Liebermann 89 Gemälde junger Expressionisten bei einer Ausstellung ausgeschlossen hatte. Durch die Ablehnung kam es zum offiziellen Bruch der Künstlergruppen, auf den die Expressionisten mit der Gründung der Neuen Secession mit dem Präsidenten Max Pechstein reagierten, und noch im selben Jahr wurde ihre erste Ausstellung mit Werken der 27 von der Berliner Secession zurückgewiesenen Künstler organisiert.

Der anhaltenden Streitigkeiten überdrüssig, legte Liebermann im November 1911 den Vorsitz nieder. Ihm folgte Lovis Corinth, der dieses Amt mit Unterbrechungen bis zu seinem Tod im Jahr 1925 inne hatte. Die letzte wesentliche Ausstellung der Berliner Secession gab es 1913.

Neue Spannungen Neue Spannungen mit einigen bei der Ausstellung zurückgewiesenen Künstlern führten dazu, dass 42 Künstler, darunter Max Beckmann, Gurt Herrmann Christian Rohlfs, Waldemar Rösler, Max Sievogt und Heinrich Zille sowie alle Vorstandsmitglieder mit Liebermann aus der Berliner Künstlervereinigung austraten und die Freie Secession gründeten. Der Niedergang der Berliner Secession war nicht mehr aufzuhalten, und trotz einer Wiederbelebung in den 1920er Jahren konnte sie die Weimarer Republik nicht überdauern. riff

Mehr zu diesem Artikel
Kommentare
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein!
Benutzername  
Passwort  
     
Zu diesem Artikel sind keine Kommentare vorhanden.
 
 
 
 

tk-20120202-kapraun
 

 


tk-20120204-pwk
 
VERANSTALTUNGSKALENDER
Februar 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829    
       

TELEFON- UND BRANCHENBUCH
Was suchen Sie?


Wo suchen Sie?



SUCHE IM RESSORT

Ergebnisse und Tabellen
Wer spielt wann?
Wer spielt gegen wen?
Wer spielte wie?
Wer steht wo?