Treffen mit Amos Oz Dann machten sich die vier Autorenpaare auf den Weg, einen ganz persönlichen und vielleicht gerade deshalb besonders aussagekräftigen Weg. Zwei trafen den bekannten israelischen Schriftsteller Amos Oz, andere besuchten den Märtyrerfriedhof in Nablus, wieder andere lernten das Nachtleben in Tel Aviv kennen.
Ein gewagtes, aber auch ein lohnendes Unternehmen. Lob gab es von einem, der es wissen muss: dem Journalisten und Schriftsteller Wolfgang Büscher, dessen Buch "Berlin - Moskau: Eine Reise zu Fuß" zu den Klassikern der Reiseliteratur gehört. Er schrieb euphorisch über die persönlichen Essays und die Reportagen in "An Grenzen": "Es ist, als würde man ein Fenster öffnen. Diverse Fenster. Was hereinströmt, ist heiß und kalt, niemals lau ... Es ist lebendig, es ist roher Stoff."
Als Elisabeth Weydt vor anderthalb Jahren an ihrer Schule, dem Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld, vom Projekt erzählte, waren die Schüler sehr beeindruckt von diesem "politischen Roadmovie", das Authentizität und Spannung bietet, das aber vor allem einmal hinter die Medienfassade blickt, die wir in den täglichen Nachrichtensendungen aus der Region immer wieder geboten bekommen.
Fenster aufstoßen Weydt formulierte das Ziel so: "Das Israel und das Palästina suchen, das hinter der Medienwelt liegt." Die Herausgeberinnen und auch die acht Autoren treten dabei ohne überzogene Ansprüche auf: "Umfassendes Verstehen ist nicht möglich" sind sich Dame und Weydt einig. "Kleine Fenster in eine vielfältige Region" aufstoßen wollten sie, und das ist ihnen gelungen.
Veranstalter ist das Kulturreferat der Marktgemeinde. Die Lesung dauert 90 Minuten. Danach gibt es Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Der Eintritt ist frei, Spenden für das aufwändige Projekt sind erwünscht. Heinz Linduschka Das Buch: Florentine Dame, Elisabeth Weydt (Hg.): "An Grenzen. Acht Reisen durch Israel und Palästina." Verlag Liebe: Weilerswist 2008. 288 Seiten, 15 Euro. ISBN: 978-3-935-22196-2.






































