Böse Geister vertrieben
Hingucker waren die drei Musikgruppen aus der französischen Partnergemeinde Urrugne, die mit Stocktanz und auf den Rücken gebundenen Riesenglocken durch die Straßen liefen: eine baskische Tradition, die nach dem Winter die bösen Geister vertreiben soll.
Der Angelsportverein als räuchernde Zunft gab sich klimafreundlich, während die Schützengesellschaft mit Schwimmflügeln, Taucherbrille und Flüssen einher marschierte und für einen »Ibelo-Beach« zum gemeinsamen Schwimmen warb. Als mexikanische Hühner waren die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins verkleidet, die Gymnastikdamen feierten als Drachen das chinesische Neujahr.
Fiesta statt Siesta
»De Verkehr im Ort werd viel zu oisch, deswesche fahrn mer unne doisch« und »umgeht die Umgehung« lauteten die Appelle der Feuerwehr-Jugend bezüglich der örtlichen Verkehrsplanung. Der Musikverein Edelweiß behauptete lautstark, dass er nicht Siesta, sondern Fiesta mache. »Steuerzahler Augen auf, Deutschland steht vorm Ausverkauf« war die Sorge, der Kegelgesellschaft mit ihrem Eurorettungsschirm-Wagen, und die Piraten der »Häcker-Freunde-Hefter« flüchteten sich statt in die Karibik lieber in die Häcke.
Zum Abschluss suchte die Gruppe Andrea Hain eine geeignete Schwiegertochter. Die Geisterjäger von Patrick Brauner und die Fußballjungs vom Untermain rundeten den Faschingsumzug Deutschlandfahne schwenkend und laut trötend ab.
Sylvia Breckl








































