Bilderserie: Ruth Weitz
Bereits zu Beginn wurde dem Weiberzirkus von Musikus Elmar Berres mit flotten Schunkelliedern eingeheizt. Garanten für ausdauerndes Zwerchfelltraining sind Anja Schnabel und Lissy Morczinczyk. Nachdem sie im vergangenen Jahr über eine Wallfahrt berichtet hatten, sonderten sie diesmal ihre Tiraden beim Friseurbesuch ab.
Die beiden Vollblutnärrinnen lösten nebenbei das Problem der Gottschalk-Nachfolge für »Wetten, dass…?«. Zwar räumte Lissy Morczinczyk ein, dass Anja Schnabel zwar nicht groß, aber dafür umso blonder ist und alles andere als auf den Mund gefallen. Sie müsse halt einen Hocker mit sich führen, um die fehlende Größe auszugleichen. Mit lautem Applaus dokumentierte das Publikum, dass es mit dem Vorschlag sehr einverstanden ist.
Als gelenkige Cowgirls präsentierten sich die ehemaligen NCV-Gardemädchen, die sich den Titel »Revival Dancers« gegeben haben. Zu »These Boots are made für Walking« legten sie eine kesse Sohle aufs Parkett.
Ausgesprochen gequält fühlte sich Hugo Hohm, weil ihn seine Gattin Anja zum Shopping mit geschleppt hatte. In der Bütt‘ lieferten sich beide einen verbalen Schlagabtausch. Dabei hatte sich Anjas ganzer Elan auf den Kauf eines neuen Jogginganzugs für Hugo konzentriert. Letztlich revidierte sie ihre Wahl mit der Bemerkung: »Gammelfleisch darf nicht neu verpackt werden«.
Drastische Beispiele
Mit Schwung wirbelte das Männerballett der Aschaffenburger Mainfunken über die Bühne, und die Stepptanzgruppe begeisterte mit synchronen Schritten. Nach einer Zugabe machten sie die Bühne frei für die NCV-Frauengruppe, die in recht drastischen Beispielen Anschauungsunterricht für das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen unter der Dusche gaben. Dass dabei die Männer nicht gerade ins beste Licht gerückt wurden, versteht sich von selbst. Dem weiblichen Publikum gefiel das, und es quittierte die witzige Darstellung mit Lachsalven und einer Rakete.
Ein fetziger Showtanz mit akrobatischen Einlagen der Tanzgruppe »Deja Vue« aus Kleinwallstadt erfreute die Frauenherzen, die sich beim Auftritt der »Scheurich-Sisters« Irmtraud, Heidrun und Martha noch weiter erwärmten. Als drei Bauernweiber unterhielten sie sich über »Krummbeern-Stampes mit Appelschnitz« und »Schwoartemoache-Brot« im Zusammenhang mit den Präferenzen ihrer jeweils besseren Hälften.
Akrobatische Einlagen
Als »Männer, die den Saal in Rage bringen« kündigte die Sitzungspräsidentin das Männerballett aus Mainflingen an. In der Tat, so war es und tosender Beifall belohnte deren gelungene Darbietung. Bevor es in die Pause ging, gaben Brigitte Hasenstab und Renate Gora den Frauen im Publikum noch einmal Pfeffer und brillierten mit Liedern im Lokalkolorit zum Mitsingen.
Spitze Schreie des Entzückens erfüllten den Saal nach der Pause. Die mit Damendessous spärlich bekleideten »Jungs aus Rück« zeigten ihre »Show Lady Marmelade« und brachten die Frauenherzen damit fast aus dem Takt. Schwungvoll, dynamisch und akrobatisch war der Gardetanz von Philipp Reinhard, der sich das Tanzmariechen Vanessa von den Manifunken als Partnerin geholt hatte und mit ihr über die Bühne fegte.
Import aus Frankenthal
Als Import vom Karnevalverein Frankenthal bei Mannheim hatten die NCV Frauen die »Wasserhinkele« verpflichtet. Während ihrer turbulenten Blues-Brothers- und DJ-Ötzi-Show trieb die Gruppe das Publikum von den Stühlen auf die Tische.
Walter Wagner hatte zwerchfellerschütternde Auslassungen übers Abnehmen in Worte gefasst und hinterließ Lachtränen bei seiner Erklärung des Body-Maß-Index‘. Die Kltischko-Brüder hätten ihre Freude am Auftritt des KCV-Männerballetts aus Kleinwallstadt gehabt, das einen dynamischen Showtanz im Boxerdress zeigte.
Wenn die Mutter mit dem Sohne tanzt, dann ist das eine Narrenrakete wert. So geschehen am Mittwochabend, als Renate Reinhard zunächst in blumigen Worten ihr Training als Tanzmariechen mit einem vierfach gesprungenen Trampelschritt schilderte und sich dann im praktischen Beispiel mit ihrem Sohn Philipp so gar nicht als Trampeltier gebärdete.
Das Märchen vom Rotkäppchen hatte die NCV-Truppe »Fallilüs« in eine völlig neue Handlung gepackt und mit witziger Dramaturgie umrankt. Für diesen gelungenen Beitrag gab’s heftigen Beifall mit einer donnernden Narrenrakete.
Zum guten Schluss sorgte Rene Jordan mit seinen Musikern für ein in höchste Höhen schnellendes Narrenbarometer, bevor ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend sein Ende fand. Ruth Weitz
Die weiteren Termine des NCV sind im Internet unter www.ncv-helau.de veröffentlicht.







































