Das ist eine Steigerung von 6,24 Prozent gegenüber 2009, freute sich Arold, der dem Gremium einen ausführlichen Jahresbericht vorlegte. Fazit: Erlenbach habe derzeit die am besten genutzte Bibliothek im ganzen Landkreis.
Ein attraktives Medienangebot, ein freundlicher, kompetenter Service und eine wirkungsvolle Präsentation führten nach Ansicht des Bibliotheksleiters zu der Nachfragesteigerung. Diese sei nicht nur im audiovisuellen Bereich (vor allem Hörbücher auf CD) weiter angestiegen. Erstmalig habe auch die Ausleihe von Büchern wieder zugenommen. Über 33000 Leser besuchten im vergangenen Jahr die Bibliothek, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Auf 600 Quadratmetern stehen den Besuchern rund 24000 Bücher und andere Medien zur Verfügung.
Konsolenspiele gefördert
Staatlich gefördert ist mittlerweile das Angebot an Konsolenspielen: Neben den Computerprogrammen auf CD-ROM gehe der Trend hin zur populären Nintendo DS-Spielekonsole. Hier habe man den Schwerpunkt auf Lernspiele gelegt. »Spielerische Vermittlung von Bildung ist uns wichtig«, erklärte Arold und verwies auf das große Angebot an Lernhilfen. Die Stadtbibliothek bietet Kindergärten und Schulen Einführungen in die Bibliotheksnutzung und Vorlesestunden für Kinder. Auch für ältere Besucher ist gesorgt: Sollte jemand seine Lesebrille vergessen haben, müsse er seine Bücher keineswegs »blind« auswählen, versicherte Arold. Die Bibliothek helfe gerne mit Lesehilfen in den gebräuchlichen Sehstärken aus. Den Benutzern stehen fünf Computer mit Internetzugang zur Verfügung. Unter www.stadtbibliothek-erlenbach.de kann der Medienkatalog eingesehen werden. Seit Herbst bietet die Internetseite außerdem den Zugang zum Munzinger Archiv, die aktuelle Informationen zu allen Ländern der Welt sowie zu Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport bietet.
Verbund garantiert Vielfalt
Für Schüler sei außerdem der »zuverlässige« und »zitierfähige« Brockhaus zu empfehlen. Die Informationsdienste des Verbundes BiblioFranken ermögliche es Erlenbacher Lesern außerdem, aus rund 300000 Medien auszuwählen und diese über Fernleihe zu bestellen. Großer Beliebtheit erfreute sich der Bücherflohmarkt, die Vorleseabende sowie die Autorenlesungen und Buchvorstellungen. Möglichen machen das auch die 200 Mitgliedern des Fördervereins.
Die Hälfte Kinder und Jugendliche
Von den aktiven und regelmäßigen 1164 Lesern sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche, zwei Drittel der Benutzer kommen aus Erlenbach und sind weiblich. Über 83 Prozent sind Deutsche, rund 12 Prozent haben die türkische Staatsangehörigkeit. »Wichtig ist, dass sich unsere Besucher bei uns wohl fühlen«, schloss Arold seinen Bericht. Er bezeichnete die öffentliche Bücherei als Familienbibliothek mit behindertengerechtem Zugang und Lesecafé als »beliebten Treffpunkt für Jung und Alt aus allen sozialen Schichten«. Sylvia Breckl






































