Ab 1. August befindet sich der langjährige Schulleiter der Obernburger Realschule im Ruhestand. Seine Nachfolge wird Lieselotte Siegel antreten, die bisher an der Albert-Schweitzer-Realschule in Regensburg als erste Konrektorin tätig war und noch offiziell als Schulleiterin eingeführt wird.
»Ich bin geplättet - es war echt klasse!« sagte Huther nach gut zweieinhalb Stunden Programm, mit dem Lehrer und Schüler einen kreativen, witzigen, spritzigen, musikalischen und mit viel Sympathie angereicherten Rahmen geschaffen hatten, nachdem die von Wertschätzung geprägten Reden beendet waren. Als »Pädagoge mit Leib und Seele« hatte Landrat Roland Schwing den Schulleiter bezeichnet. »Alles, was Sie angepackt haben, haben Sie mit Sachverstand und Überzeugung getan«, bestätigte Johann Seitz, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Unterfranken. Er überreichte Huther auch die Ruhestandsurkunde.
Seitz zeichnete den beruflichen Weg des Realschulrektors nach, der seine Laufbahn als Referendar dort begonnen hatte, wo er sie letztlich auch mit dem Eintritt in den Ruhestand beendete - in Obernburg. Weitere Etappen waren ab 1974 die Realschule in Elsenfeld, wo Huther sich als Beratungslehrer engagierte und 1990 zum zweiten Konrektor aufstieg; drei Jahre später wechselte er zur Realschule nach Miltenberg als ständiger Vertreter des Schulleiters. Dort hatte er sich nicht nur als Pädagoge bewährt, sondern auch als »Bauaufsicht« während der Sanierung des Schulgebäudes. Als vor gut sieben Jahren die Position des Rektors an der Staatlichen Realschule in Obernburg vakant wurde, kehrte Huther an den Ort zurück, wo er bereits 1972 als Referendar in den Lehrerberuf eingestiegen war, und wurde Schulleiter. Wie Seitz ausführte, hatte der Rektor bei der Einführung der sechsstufigen Realschule eine große Herausforderung zu bewältigen, die pädagogisches und organisatorisches Geschick verlangte.
Als beispielhaft bezeichnete der Ministerialbeauftragte das Engagement Huthers bei der Namensgebung »Main-Limes-Realschule«, die in enger Zusammenarbeit mit Schülern, Lehrern und Eltern im Jahr 2008 vollzogen worden war. »Eine moderne Führungskraft sieht sich nicht als Herrscher, sondern als Dienstleister und Berater«, sagte Seitz und bestätigte, dass Manfred Huther dies in jeglicher Hinsicht umgesetzt habe. »Sie haben der Schule ein individuelles Profil gegeben«, fasste die Elternbeiratsvorsitzende Panja Bardon zusammen, und Schülersprecherin Melissa Teichmann schwärmte: »Sie haben für die Schule gesorgt wie die Wurzeln eines Baumes«.
Als »Alleskönner mit Managerqualitäten« bezeichnete die Personalratsvorsitzende Susanne Stenger ihren ehemaligen Chef und fasste zusammen: »Sie haben alle Fähigkeiten eines optimalen Schulleiters«.
Gisela Pelikan, die bisher den Schulleiter als erste Konrektorin unterstützt hatte, gab ihrem Vorgesetzten mit auf den Weg: » Wenn sich eine Türe schließt, dann öffnet sich eine andere«. Huther räumte ein, dass er seine Stellvertreterin gerne als Nachfolgerin gesehen hätte. Doch sie hatte sich für einen Wechsel an die Johannes-Hartung-Realschule in Miltenberg entschieden. An ihre Position als ständiger Vertreter des Schulleiters wechselt der bisherige zweite Konrektor Johannes Hennrich.
Manfred Huther nutzte zum Abschluss die Gelegenheit, sich bei allen Wegbegleitern, bei Kollegen, Eltern, Schülern, Hausmeister und Sekretärinnen für die Zusammenarbeit zu bedanken, und ließ keinen Zweifel daran, dass er den Ruhestand genießen wird.
Ruth Weitz






































