Vor einigen Monaten hatte der damalige Lionspräsident Christoph Baumeister diese Idee, die auf sehr fruchtbaren Boden fiel und die im Altlandkreis Obernburg eine schöne Tradition begründen soll. 150, 100 und 50 Euro bekommen die drei besten Absolventen als zusätzliche Motivation für ihren weiteren beruflichen Weg. Im Wörther Museum wurde deutlich, dass die öffentliche Anerkennung der Leistungen mindestens ebenso wichtig ist.
»Ihr steht heute hier im Mittelpunkt und habt allen Grund zum Feiern«, sagte Baumeister vor gut 150 Zuhörern. »Wir brauchen gute, engagierte Leute«, betonte der »Post-Präsident«, der darauf hinwies, dass diese Preise auch in den nächsten Jahren als Anreiz für kommende Hauptschulabsolventen vergeben werden.
Schluss mit dem Schlechtreden
Hausherr Bürgermeister Erwin Dotzel lobte diese Initiative der Lions. »Es wird höchste Zeit, dass mit dem Schlechtreden der Hauptschule Schluss ist.« Dotzel wies darauf hin, dass in Bayern immerhin ein Drittel aller Schulabgänger von den Hauptschulen komme. Man könne also nicht von einer »Restschule« sprechen. Dotzel: »Wir setzen auf euch in der Zukunft.«
»Schön, dass es nun nicht mehr nur interne Anerkennung sehr guter Leistungen von Hauptschüler gibt«, meinte auch Schulamtsdirektor Klaus-Dieter Kolb. Er betonte: »Ihr werdet hier im Landkreis gebraucht, im Handwerk, in der Industrie und bei den Dienstleistungen.«
Dass in Zukunft für Hauptschulabsolventen, jedenfalls dann, wenn die Leistung stimmt, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich steigen sollten, macht Kolb mit einem Blick auf die demografische Entwicklung klar. Im Landkreis Miltenberg gingen in den nächsten zehn Jahren 25 000 Menschen in Rente, es rückten jedoch in dieser Zeit nur 5000 Hauptschulabgänger nach.
Mit dem »Monsterrock« beendete die Bläsergruppe die knapp einstündige Feier, bei der unisono die Meinung herrschte, dass die insgesamt 3000 Euro Preisgeld der Lions eine bestens angelegte Zukunftsinvestition darstellen.
Heinz Linduschka







































