Registriert wurden im Jahr 2009 insgesamt 5128 Neufahrzeuge, im Jahr zuvor waren es 3821. Der Anteil an Personenwagen betrug 4340 Stück, was gemessen am Gesamtbestand fast 85 Prozent bedeutet (Vorjahr: 2866). Wie aus dem Jahresbericht des Leiters der Verkehrsabteilung im Landratsamt, Volker Weyrauch, hervorgeht, ist der Fahrzeugbestand insgesamt im Vergleich zur Ende 2008 ermittelten Zahl um etwas mehr als 1000 auf 77 429 angestiegen. Er verteilt sich nun wie folgt: 5477 Motorräder, 55 393 Pkw oder Kombi, 3752 Lastwagen, Omnibusse und Sonderfahrzeuge sowie 3899 Zugmaschinen und 8908 Anhänger.
Mehr Autos abgemeldet
Nebeneffekt der größeren Anzahl an Neuzulassungen: Mit 13 917 (davon allein 11 612 Pkw) gegenüber 9159 im Jahr 2008 mussten die Bediensteten der Zulassungsbehörde auch deutlich mehr Außerbetriebsetzungen bearbeiten. Weiter waren 10 559 Umschreibungen mit Halterwechsel, 753 Wiederzulassungen auf den gleichen Halter, 1782 technische Änderungen/Adressenänderungen, 1452 Mal die Ausgabe von Probefahrtkennzeichen, 1180 Versicherungsanzeigen und 938 Halteranfragen abzuwickeln, was jeweils etwa den Zahlen des Vorjahres entspricht. Ferner blieben in 428 Fällen (2008: 449) Maßnahmen zur zwangsweisen Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen wegen mangelndem Versicherungsschutz einzuleiten und vorzunehmen. Auf eine Neuerung bei der Ausgabe von Kartenführerscheinen bei Umtausch, Verlängerung oder einer Ersatzausstellung nach Verlust oder Diebstahl weist Landrat Dietrich Kübler hin. Künftig können sich die Antragsteller das Dokument auf Wunsch innerhalb von drei bis sieben Tagen von der Bundesdruckerei per Einschreiben direkt nach Hause schicken lassen.
2009 vergab das Amt insgesamt 1794 (2008: 1583) neue Führerscheine nach bestandener Prüfung oder abgelaufenen Sperren. Diese Angaben umfassen 580 (507) Neulinge, die einen Führerschein zum begleiteten Fahren ab 17 Jahren erhalten haben. Auszustellen waren 495 (Vorjahr: 359) Erweiterungen, 395 (282) Verlängerungen, 376 (330) Ersatzführerscheine und 303 (299) Internationale Führerscheine.
Aufgrund des Fehlens der Eignungsvoraussetzungen hatte die Behörde 41 Mal die Fahrerlaubnisse zu entziehen oder zu versagen (im Jahr davor: 29 Mal) sowie 58 (68) amts- und fachärztliche Begutachtungen und 253 (168) medizinisch-psychologische Eignungsuntersuchungen anzuordnen.
Als auffällig und erschreckend zugleich bewertet die Fahrerlaubnisbehörde die seit einigen Jahren zunehmende Zahl der Drogenfälle. Neben dem besonders bei jungen Verkehrsteilnehmern verbreiteten Konsum dürfte auch die verbesserte Schulung der Polizeibeamten für das Erkennen von Drogenkonsumenten ein Grund für die größere Zahl entsprechender Anordnungen sein, bewertet Weyrauch die Entwicklung.
Manfred Giebenhain




































