Unmut im Gremium gab es, als Zangl auf den Kostenanteil der Stadt zu sprechen kam. Auf der Projektionswand erschien plötzlich ein Betrag von 396000 Euro, auf den die Räte offenkundig nicht gefasst waren. Udo Ackermann (FWT): »Das ist ein harter Brocken.« Auch Dr. Reinfried Galmbacher fragte sich, wieso der Stadtrat hiervon nichts gewusst habe. Da half auch Zangls Erklärung wenig, es handele sich um Folgekosten, die sich durch die Änderung des Straßenverlaufs ergäben: »Die haben mit dem Brückenbau nichts zu tun.« Darunter fallen die Neuverlegung von Leitungen und die Brückenleuchten.
Umwege für Fußgänger und Radler
Entkräften konnte Zangl die Befürchtung Ackermanns, es werde an der Qualität gespart: »Bei Public-Private-Partnership ist das Gegenteil der Fall«, versicherte er auch unter Hinweis auf Erfahrungen beim Brückenbau in Miltenberg. Heribert Siebenlist (CSU) drang darauf, in der Wilhelmstraße mit ersten Gebäudeabrissen »ein Signal zu setzen, dass es auch hier weitergeht«.
Kritisch wird es für die Verkehrsteilnehmer erst 2012/2013, wenn die neue Brücke an die Straßen angebunden wird. Zangl: »Dann wird es an den Ampeln zu längeren Staus kommen.« Auf der alten Brücke wird der mainaufwärts verlaufende Gehsteig während der Bauphase gesperrt, für Fußgänger wird am Bahnhof eine Ampel aufgestellt. Die Radfahrer werden auf beiden Mainufern Umleitungen in Kauf nehmen müssen.Jürgen Schreiner






































