Bilderserie, "Jolleumzug im Amorbach, TEIL 1", Dominik Pagio
Bilderserie, "Jolleumzug im Amorbach, TEIL 2", Dominik Pagio
Bilderserie, "Jolleumzug im Amorbach, TEIL 3", Dominik Pagio
In Amorbach herrschte der größte Trubel: 1500 Teilnehmer zogen mit 53 Wagen und Gruppen unter der Leitung des Carnevalclubs Amorbach (CCA) mit Zugmarschall Ralf Teubner durch die Innenstadt, mehrere Tausend Zuschauer säumten den Straßenrand. Die Musikkapellen Watterbach-Breitenbuch und Mudau, die Stadtkapelle Amorbach, die Trommling Stones aus dem badischen Dumbach, die Schneeberger Musikanten und der Moderne Musikzug des CCA sorgten für Stimmung.
Die Kommentatoren Ralph »Stubi« Stubert am Feuerwehrhaus, Thomas Schmedding am Marktplatz und Klaus Beger am Löwen hielten die Zuschauer über das Geschehen auf dem Laufenden.
Die Weilbache Frösch waren mit Elferrat, Prinzenpaar, Garde und vielen Frösch dabei, die Mudauer Wassersucher stellten sich mit »Mudi Helau«, Kinder- und Prinzenpaar vor und zeigten auch ihre wuscheligen Kaninchen. Erfreulich, wie sich auch die Amorbacher Stadtteile einbrachten: Von Boxbrunn kamen die Römer einmarschiert, aus Beuchen hatten der Jugend- und Heimatverein Grisu, den Feuerwehrdrachen, mitgebracht.
Mit großem Aufgebot waren die Schneeberger Krabbe vertreten: Garde, Prinzenpaar und Elferrat und schwarzes Geflügel kamen aus dem Nachbarort. Die Faschingsfreunde Weilbach-Kirchzell schickten ihre Biene Majas, der FC Kickers Kirchzell seine Raketenmänner und eine Steinbacher Gruppe glossierte »Europa«.
»Sou hemmer gedenkt«, ließen die Dumbocher Turmspatze wissen und der Bayern-Fan-Club Amorbach kündigte die Rückkehr mit Pfeil und Bogen zu Fuß und Wagen von Robin Hood an. Seit 30 Jahren fast immer dabei, diesmal als Mama Afrika, waren die Gymnastinnen des TSV Amorbach in herrlichen Kostümen und farbenprächtig geschminkt. Die schwarzen Schafe der Amorbacher Faschelnachtsfreunde konnten sich ebenso in Szene setzen wie die Amorbacher Panzerknacker mit dem Finanzkrisen-Motto »Master of Desaster«.
Der Heimatverein Mainbullau hatte seine Bulle-Stones geschickt, die TSV-Basketballerinnen glänzten mit ihren Leuchttürmen, eine Miltenberger Gruppe kündigte an: »Mir Sans Scho Widda«. Tick, Trick und Track demonstrierten die Faschingsfreunde Weckbach.
Die Glückspilze von Berg und Tal gaben ein Stelldichein, ebenso wie die Ghostbusters aus Freudenberg, die Amorachis der Faschelnachtsfreunde Amorbach und der echte Joll, der Holz-Michel Hans Bartl.
Und schließlich hatte der CCA seine ganze Streitmacht mit den Garden, Jollegruppen, Märchenwagen und Elferrat aufgeboten.
In der ehemaligen TSV-Turnhalle wurden bei der Abschlussparty die einfallsreichsten Teilnehmer prämiert: Bei den Wagen gewann der Jugend- und Heimatverein Beuchen mit seinem »Grisu« vor den Faschingsfreunden Weckbach und dem Bayern-Fan-Club Amorbach. Sieger bei den Fußgruppen wurden die Faschingsnarren von Berg und Tal vor den TSV-Gymnastinnen und der Römergruppe des FC Boxbrunn. Den Sonderpreis des Elferrates erhielten die Basketballerinen des TSV Amorbach, die ihr dreimal elf-jähriges Jubiläum feierten.
Begeisterung in »Hebboch«
Auch in Großheubach versammelten sich Hunderte von Narren, um den Ausklang der Karnevalssaison mit Straßenfasching und Umzug zu feiern. Die Akteure der Faschingsabteilung des TSV Großheubach waren auch nach ihrer umfangreichen Kampagne nicht zu müde, um zum Finale alles zu geben und zum Schlachtruf »Hebboch Helau!« durch den Ortskern zu ziehen.
Dabei war so ziemlich alles vertreten, mit dem die Böhner diesen Karneval über begeisterten: Die Crazy Girls traten als Crazy Birds in Erscheinung, die Garden in ihren rot-weißen Kostümen und natürlich durfte das Narrenschiff mitsamt Elferrat und Präsident Klaus Winter nicht fehlen. Auch der aktive Nachwuchs war unter anderem mit der Gruppe »Alle außer Eine« und den Frosch-Minis gut vertreten. Nicht gegeizt wurde zur Freude der kleinen Besucher mit dem Verteilen von Süßigkeiten, für die Erwachsenen gab es großzügig Getränke. Nach dem Umzug wurde auf der Straße, in den Cafés und Gaststätten sowie beim Kehraus im Gemeinschaftshaus weiter gefeiert. Es war runder Abschluss einer grandiosen Saison.
Mit der Lok zum Kinderfasching
In Kleinheubach bewegte sich der kleine Kinderfaschingsumzug mit einigen bunt gemischten Gruppen vom Alten Bahnhof zum Hofgarten, wo der Carnevalclub »Hannjörche« eine Faschingsparty für seine kleinen Gäste ausrichtete. Die Kinder hatten sich ideenreich als Pinguine, kleine Prinzessinnen, Piraten oder Cowboys herausgeputzt.
Einige durften sogar auf dem Tender der großen »Hannjörche«-Lokomotive aufsitzen und Süßigkeiten unter die Fußgruppen werfen. Allerdings war das Interesse an dem Umzug überschaubar; der Ansturm auf die Feier im Hofgarten aber um so größer. Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, dass es neue Ideen im Vorfeld braucht, um künftig mehr Begeisterung bei Kindern und Jugendlichen zum Mitmachen zu entfachen.
Lautstarke Guggenmusik
Auch im Südspessart tobten die Narren am Faschingsdienstag. In Altenbuch bildet der Umzug nach dem Kinderfasching am Sonntag den Faschingshöhepunkt. Ein gutes Dutzend Gruppen zog am Dienstag eine Stunde lang durch die Straßen. Lautstark waren die Altenbucher Musikanten, die diesmal mit der Feuerwehr als Guggenmusiker kooperierten. Hier traute sich auch schon der Nachwuchs kräftig mit zu Trommeln.
Der Grinsclub tauchte als bibeltreue Bierflaschen mit Kronenkorken aus Weihnachtskörbchen auf. »Hätt Adam deutsches Bier besessen, hätt er den Apfel nie gegessen«, waren sich die Mitglieder sicher. Der Trachtenverein kam in einem Piratenschiff: »Sieben Meere waren uns zu klein, drum nahmen den Forellenhof wir ein!« Auch private Gruppen nahmen am Zug teil. Vorsicht war bei den spitzen Hexen geboten, da wurde schon mal versucht, das Bier mit dem Besen umzurühren. Die Gruppe der schwarzen Lämmer, war zwar lammfromm aber echt scharf. Die Bardamen mit ihren Schwimmringen waren gut geschützt gegen versehentliche Rempeleien.
Umzug für die Kleinen
In Stadtprozelten lockte ein kleiner Umzug das junge Narrenvolk zum Kinderfasching. Unter dem Motto »Märchenland« organisierte das Kindergarten- und Elternbeiratsteam die Feier für Klein und Groß in die Stadthalle. Ein tolles und abwechslungsreiches Programm boten die Kindergartenkinder, aber auch Gardetänzerinnen und andere Faschingsakteure aus Nachbargemeinden präsentierten tolle Auftritte auf der Bühne.
Ortsgeschehen im Visier
Durch Buchen-Hettigenbeuern schlängelte sich wieder der Gaudiwurm mit dem augenzwinkernden Rückblick der »Scholzegasse« auf das Ortsgeschehen. Thematisiert wurden auch hier der Weihnachtsbaum-Klau und die unendliche Geschichte der Flurbereinigung, die jetzt schon seit 1989 dauert - wegen der vielen Einsprüche sei auch noch kein Ende absehbar. Weiteres Thema waren verwechselte Bäume und die Millionen-Erbschaft. Der bunte Zug endete im Dorfgemeinschaftshaus, wo anschließend die Kinderprunksitzung mit stattfand.
Eine Fastnachtssonderausgabe des »Daily-Express-Heddebör« berichtete vom erkämpften »Vorfahrtsrecht« am Reichsadler-Kreisel, dem Waldraub und von den Umständen eines Pappdeckel-Entzuges. Im Blatt gab es Neuigkeiten zur Flurbereinigungsdauer, einer glücklichen Erbschaft, Wilderei und dem beherzten Rettungs-Eingreifen bei der Prunksitzung im Morretal. Franz Miltenberger, Marco Burgemeister, Georg Hess, CarinFreund, Helga Schwab-Dörzenbach
Weitere Fotos im Internet unter www.main-netz.de























































