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10.03.2010 00:00 Uhr 0 Kommentare

Frauen haben die Nase vorn in den Laiengremien

Pfarrgemeinderatswahlen: Im Dekanat Miltenberg gingen besonders viele Gläubige zur Abstimmung

Kreis Miltenberg  Eine relativ hohe Beteiligung verzeichnet das Dekanat Miltenberg bei den Pfarrgemeinderatswahlen am Sonntag: Mit 35,24 Prozent gingen anteilsmäßig deutlich mehr wahlberechtigte Katholiken an die Urnen als im benachbarten Dekanat Obernburg (33,98 Prozent) oder im gesamten Bistum Würzburg (33,46 Prozent). Das geht aus den Ergebnismeldungen hervor, die das Bistum im unter pfarrgemeinderatswahl.

Die Kirchengemeinde Heppdiel mit ihrer Pfarrkirche St. Mauritius konnte am Sonntag die meisten Wähler für ihren Rat mobilisieren: 57 Prozent gingen zur Urne.

Foto: Roland Schönmülle

de im Internet veröffentlicht.
Insgesamt rund 26 000 Katholiken waren zur Wahl berechtigt, davon machten rund 9200 Gebraucht. Sie bestimmten 182 Pfarrgemeinderäte, davon 113 Frauen und 69 Männer.
Unterschiedlich hohe Beteiligung
Allerdings gibt es bei der Höhe der Wahlbeteiligung deutliche Schwankungen innerhalb des Dekanats: Sie betrug null im Bereich Amorbach, weil dort keine Pfarrgemeinderatswahlen ausgerichtet worden waren (wir berichteten gestern). Laut Bernhard Schweßinger, Pressesprecher der Diözese Würzburg, erlischt damit das bisherige Gremium bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2014. Allerdings könne einer außerplanmäßige Pfarrgemeinderatswahl stattfinden, wenn ein neuer Pfarrer dies beantragt. »Wir bedauern sehr, dass es nun keinen Ansprechpartner gibt«, sagte Schweßinger. Für einen kommissarischen Fortbestand des bisherigen Pfarrgemeinderat gab es allerdings aus der Diözese keine Erlaubnis.
Sonderfall Altenbuch
Auch in Altenbuch gab es einen Sonderfall: Weil es genau neun Bewerber für neun Sitze gab, entschied der Wahlausschuss, die Wahl gar nicht erst zu organisieren. Das Bistum vermeldet nun für Altenbuch eine Beteiligung von 100 Prozent.
Besonders viele Gläubige beteiligten sich in Heppdiel (57,6 Prozent), Neuenbuch (54,4 Prozent) und Neunkirchen (50,9 Prozent) an der Wahl des Pfarrgemeinderats. Schlusslichter im Dekanat Miltenberg sind Schneeberg mit elf Prozent und Großheubach mit 18,2 Prozent.
Zwei Drittel sind weiblich
In den meisten Laiengremien haben nun Frauen die Nase vorn: Im gesamten Dekanat Miltenberg stellen sie mit 62 Prozent fast zwei Drittel der Pfarrgemeinderäte. Der Anteil der Männer liegt mit knapp 38 Prozent bei etwas mehr als einem Drittel.
Über die größten Räte verfügen die Pfarreien Bürgstadt, Großheubach und Neunkirchen mit jeweils zwölf Mitgliedern, gefolgt von Collenberg, Eichenbühl, Faulbach und Kleinheubach mit jeweils zehn Mitgliedern. Den kleinsten Pfarrgemeinderat hat Guggenberg mit fünf Mitgliedern.
Folgende Räte wurden am Sonntag in den einzelnen Pfarreien bestimmt:
Altenbuch: Bernadette Bandemer, Ansfriede Fleckenstein, Hiltrud Geis, Marion Geis, Helga Karl, Heike Weis, Manuel Dettbarn, Carina Elsesser, Margit Fuchs
Bürgstadt: Gudrun Karges, Gisela Albert, Martin Scharbert, Ursula Neuberger, Michael Schmitt, Beatrix Aleo, Simon Stöckel, Irene Meisenzahl, Marco Münig, Christopher Betzwieser, Manfred Hofer, Erich Weigl
Collenberg: Franz Fuchs, Lorene Dworschak, Josef Stein, Brigitte Motzel, Sabina Fäth, Claudia Zimlich, Monika Mahl, Johannes Kapusta, Sabine Rosbach, Angelika Müsch
Dorfprozelten: Anja Keller, Steffen Hörst, Willy Cavallo, Petra Hörst, Sandra Kern, Carmen Schüll, Josef Fichtl, Anita Fries
Eichenbühl: Harald Kretschmer, Maria Heilmann, Marianne Hofherr, Patricia Matzke, Bernd Neuberger, Frank Neuberger, Anna-Lena Reinhart, Günther Reinhart, Eberhard Schlosser, Roswitha Zeitler
Eichenbühl-Heppdiel: Barbara Horn, Gabriele Enders, Thomas Henn, Margarethe Dick, Maria Berberich, Beate Lepold
Eichenbühl-Riedern/Guggenberg/Pfohlbach: Christoph Löffler, Heike Fischer, Angelika Tobslaf, Carmen Berberich, Anja Trabold
Faulbach: Hannelore Zimmermannn, Monika Kirchner, Marion Meyer, Albertine Schreck, Adelinde Weber, Klaus Schlereth, Rita Grein, Regina Kahl, Karin Hausen, Doris Kuran
Faulbach-Breitenbrunn: Brigitte Hörnig, Anita Müssig, Andrea Beer, Gertrud Dümig, Iris Eitel, Birgitt Baumann, Kornelia Zwiesler, Elke Hanus
Großheubach: Franz Knebel, Veronika Dauber, Fabian König, Monika Lutz, Erich Großmann, Beate Haarmann, Renate Zipf, Anita Kempf, Markus Grosch, Roman Repp, Gerhard Knapp, Günther Kaiser
Kirchzell: Katja Bundschuh, Anette Ott, Andreas Schuster, Birgitte Speth, Kerstin Trunk, Manfred Zang, Christel Kaufmann, Helga Herkert, Maria Herkert, Christoph Pfaff, Werner Röchner
Kleinheubach: Peter Selesion, Christel Turbett, Fürstin Anastasia zu Löwenstein, Maria Burgemeister, Andrea Worofski, Marion Kolke, Rudolf Dienelt, Herbert Reith, Sandy Bucher, Kurt Dauphin
Laudenbach: Robert May, Michael Wöber, Ulrike Lapka-Hauk, Josef Drisch, Christiane Breitenbach, Mania Klug, Hermann Schütz, Hans Schneider
Miltenberg: Dr. Albert Brendle, Stephanie Demel, Eli Keller, Thomas Keller, Claudia Müller, Marlies Oswald, Hildegard Reichert, Jakob Rösler, Martin Schneider, Helmut Schwab, Heidi Vierneisel, Iris Vogt
Schneeberg: Norbert Ackermann, Margarete Albert, Claus Bauer, Sonja Bauer, Rita Farrenkopf, Tobias Hayn, Hilmar Körber, Regina Schäfer
Stadtprozelten: Norbert Keller, Maria Eilers, Michaela Rose, Michael Roth, Simone Umscheid, Monika Kirchner-Kraft, Carsten Gans, Thomas Schnack
Stadtprozelten-Neuenbuch: Ralf Birkholz, Sabine Büttgenbach, Lorette Seubert, Petra Grasmann, Nadine Zöller Alfons Grasmann, Katrin Bobon
Weilbach: Bernd Trautmann, Claudia Sorger, Michaela Weidner, Gerd Rindsfüßer, Simone Humpisch-Hirschmann, Anette Link; drei Weckbacher Räte werden zu einem späteren Zeitpunkt gewählt.
Die Wahlergebnisse der Pfarrgemeinden in den Miltenberger Stadtteilen, Neunkirchen und Rüdenau lagen der Redaktion gestern Abend noch nicht vor.
Sie werden in den kommenden Tagen in unserer Zeitung veröffentlicht.
Sabine Dreher

In der Pfarrgemeinde Altenbuch mit der Kirche St. Wolfgang fand gar keine Wahl statt: Weil es genau so viel Kandidaten wie Sitze im Ratsgremium gab, fiel die Abstimmung aus.

Foto: Ernst Lin


Wenig Resonanz bei den Pfarrgemeinderatswahlen gab es in Großheubach mit der Kirche St. Petri Stuhlfeier zu Antiochien: Nur 18 Prozent der Berechtigten machten mit.

Foto: Anja Keilbac


Die Kirchengemeinde Heppdiel mit ihrer Pfarrkirche St. Mauritius konnte am Sonntag die meisten Wähler für ihren Rat mobilisieren: 57 Prozent gingen zur Urne.

Foto: Roland Schönmülle


In der Pfarrgemeinde Altenbuch mit der Kirche St. Wolfgang fand gar keine Wahl statt: Weil es genau so viel Kandidaten wie Sitze im Ratsgremium gab, fiel die Abstimmung aus.

Foto: Ernst Lin


Wenig Resonanz bei den Pfarrgemeinderatswahlen gab es in Großheubach mit der Kirche St. Petri Stuhlfeier zu Antiochien: Nur 18 Prozent der Berechtigten machten mit.

Foto: Anja Keilbac



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