Deftiger Humor
Die sich überschlagenden Ereignisse füllten das umfangreiche Programm der Ottorfszeller Gräwwleles Höpfer. In der Gabelbachtalarena wurde wieder deftiger Humor dem närrischen Volk serviert. Präsident Helmut Herkert lotste die Akteure mit einem »Ins Gräwwele hopf« auf die Bretter, die die Faschingswelt bedeuten. Zum Höhepunkt avancierte der Auftritt der Gückelsbergspatzen.
Bei dieser bunten Schar trällerte auch Präsident Helmut Herkert mit. Mit Gabi Trunk an der Mandoline sowie Harald Schenk und Klemens Wörner an der Gitarre wurde mit angemessenen Kompositionen das Ortsgeschehen besungen. Der Schoppenclub, der zum Pyjama-Schlofezuch-Nachthemdenball nach Sonthofen fuhr, die Country Roads, die zur Umleitung bei der neuen Straßenteerung dienten und eine schwierige »Kalbsgeburt üff de Wäd hinterm Haus« begeisterten in Versen verpackt mit bekannten Melodien.
Nachwuchssorgen gibt es bei den Gräwweleshöpfern nicht: Als »En Konsument« trat Sabrina Herkert in die Bütt. In zungenhalsbrecherischer Manier wurde der Kleinverbraucher und Regalrumtreiber im Supermarkt auf die Schippe genommen. Der Erstklässler Alexander Herkert entblößte dagegen die Schule als einen einzigen Betrug, denn in der ersten Klasse gibt es nur Holzbänke. Einen drolligen Sketch lieferten die vier Watterbacher Mädels Marie Schneider, Maren Schwab, Lara Haas und Anna Röchner als wartende Schülerinnen an der Bushaltestelle. Mit originellen Ideen, auch bei der Rechtschreibung, überzeugten sie das Publikum.
Ungewöhnlich lange Übungen
Die Kirchzeller Feuerwehrfrau Sandra Schäfer berichtete von ungewöhnlich langen Übungen mit der Ortsteilwehr. Diese begannen mit der Hochleistungszapfwellenpumpe und steigerten sich schließlich bis hin zu Pressbetankungen. Das mittlerweile schon legendäre Pärchen Malche und Vinzenz mühte sich ab mit einem Ei-Pod, dessen intergalaktischer Spiegel den PR-Code markierter Leute einfing. Sie stellten fest, mit einer Flasche Bier ist man am Stammtisch ohne facebook und Co. schlauer als daheim mit einem ganzen Kasten. Herzzerreißend war der Sketch von Martin Schneider und Roland Haas als Pater Leschek und Pfarrer Suresch. Dieser avancierte zur Top-Nummer, als der scheidende polnische Pater den neuen indischen Pfarrer in die Besonderheiten der hiesigen kleinen Kirche einwies. »Wenn alle gehen rein, gehen nicht alle rein - wenn nicht alle gehen rein, gehen alle rein«. Die Aufregung vor der ersten Predigt wurde schließlich bei der Weinprobe in der Sakristei mit dem Messner etwas gedämpft.
Ein sehr ruhiger Zeitgenosse war dagegen der Angler Klemens Wörner. »Es muss nicht immer Backfisch sein!«. Er hatte alle Zeit der Welt, um die hohe Kunst des Angelns auch musikalisch unters Volk zu bringen.
Ein Macho der bei einem welterfahrenen und spitzfindigen Mönch auf dem Engelberg zum Sozialdienst verurteilt wurde - das ungleiche Paar alias Mattias Henn und Holger Ihrig, lieferte mit gekonnter Gestik und Schlagfertigkeit ein unterhaltsames Duell, das schließlich mit einem Straferlass endete. Georg Hess







































