Die drei Männer, von denen zwei aus Aschaffenburg und einer aus Sulzbach (Kreis Miltenberg) stammen sollen, seien »total durchgedreht«. »Die waren um die 1,85 und 1,90 groß und durchtrainiert, der Steppke gerade mal 1,60«, so Gharbi zu dem ungleichen Kampf, in den er sich einmischte.
»In dem Moment, als ich die Schläge ins Gesicht und an den Kopf bekam, musste ich an Dominik Brunner denken«, erzählte Gharbi gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Dominik Brunner hat im vergangenen Sommer am Münchner S-Bahnhof Solln eingegriffen, als Jugendliche mehrere Kinder bedrohten und ausrauben wollten.
Der Manager kam dabei zu Tode. Gharbi ist stolz, dass er eingegriffen hat. »Ich würde wieder so handeln.« Er vermutet, dass auch Brunner wieder so handeln würde. »Da kann man einfach nicht anders.« Gharbi ist an die Öffentlichkeit gegangen, um auch anderen Mut zu machen, in ähnlichen Situationen einzugreifen. »Ich wollte aber nicht erreichen, dass mein Name in der Zeitung steht.«
Bei dem Vorfall wurde auch einer der Angreifer verletzt: Der 29-Jährige musste wegen einer Platzwunde am Kopf, die er sich laut Polizeibericht bei einem Sturz zuzog, die Nacht in der Klinik verbringen.
Gharbi ist gestern - trotz starker Schmerzen - seinen sportlichen Verpflichtungen nachkommen. Der Miltenberger Billardverein spielt in der dritten Bundesliga. »Wenn von vier gemeldeten Spielern nur drei antreten, muss der Verein 500 Euro zahlen.« Deshalb habe er sich zu dem Termin geschleppt - und seine Spiele sogar gewonnen.
Hintergründe und Tatablauf sind noch nicht vollständig geklärt. Hinweise nimmt die Polizei unter 09371/9450 entgegen. re






































