204 Teams nehmen gegenwärtig an dem bundesweiten Schülerwettbewerb teil, so viele wie Nationalmannschaften an den Qualifikationsrunden zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika beteiligt waren.
Die »Eine-Lebens-Weltmeisterschaft« wurde initiiert von der Arbeitsgemeinschaft der »Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland« in Zusammenarbeit mit dem entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen im Arbeitskreis Eine Welt. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Aktion Mensch sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Verschiedene Ziele
Mit der Aktion sollen verschiedene Ziele erreicht werden. Der Eine-Welt-Gedanke trifft auf das Fair Play im Sport. Schüler aller Schularten lernen fremde Länder genauer kennen und sammeln dazu Informationen aus erster Hand, da sie Patenländer zugelost bekamen und über diese Präsentationstafeln erarbeiten.
Beim Vorrundenturnier hatte die St.-Nikolaus-Schule der Lebenshilfe die Organisation übernommen. Ihr Team trat für das Fürstentum Liechtenstein an (wir berichteten). Außerdem gingen Bulgarien (Emil-von-Behring Gymnasium, Spardorf), Ukraine (Karl-Amberg-Hauptschule Alzenau), Estland (Erich-Kästner-Förderzentrum, Kitzingen), die Färöer-Inseln (Herder-Gymnasium, Forchheim) und Panama (Balthasar-Neumann-Gymnasium Marktheidenfeld) an den Start.
Johannes Teichmann, Schulleiter der St.-Nikolaus-Schule, dankte der Fach- und Berufsoberschule Marktheidenfeld mit Schulleiter Karl Fuchs und der Betreuerin der fachpraktischen Ausbildung, Anette Zimmermann, die eine Klasse als Betreuer und Helfer geschickt hatten.
Gute Zusammenarbeit
Besonders kooperativ hatten sich das Marktheidenfelder Gymnasium mit Schulleiter Dr. Kurt Blaschke und Studiendirektor Wenzel Breitschafter sowie die Staatliche Realschule mit Schulleiter Dieter Schanzer und Sportlehrer Peter Hartmann bei der Organisation des Turniers gezeigt. Dank gelte dem Landkreis Main-Spessart für die Überlassung der Main-Spessart-Turnhalle, dem Schiedsrichter Thomas Buhl, dem Organisator Burkhard Wagner sowie allen weiteren freiwilligen Helfern.
Motivierte Teilnehmer
In kurzen Grußworten hob der Landrat des Landkreises Main-Spessart Thomas Schiebel das Verbindende im Sport hervor, während sich Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder freute, dass ihre Stadt einer der Gastgeber der »Eine-Lebens-Weltmeisterschaft« sein dürfe. Günther Felbinger, Mitglied des Bayerischen Landtags und früher selbst Sportlehrer, lobte die Idee des Turniers, freut sich über die vielen, motivierten Teilnehmer und führte den symbolischen Anstoß zum Turnier durch.
Bis 15 Uhr folgte ein komplettes Qualifikationsturnier mit spannenden Hin- und Rückspielen. Am Ende zeigte sich das Team der Marktheidenfelder Lebenshilfe als perfekter Gastgeber und ließ gemeinsam mit der Alzenauer Karl-Amberg-Schule den Mannschaften aus Kitzingen, Forchheim und Spardorf den Vortritt. Diese ziehen nun in die Zwischenrunde ein.
In die Wertung wurden das sportliche Ergebnis und die Beurteilung der Präsentationstafel über das jeweilige Patenland je zur Hälfte eingerechnet. Wenn das nachgerückte Team des Marktheidenfelder Gymnasiums die Vorstellung seines Patenlands Panama noch befriedigend erledigt, wovon alle ausgingen, dann wird dieses Team über die Mittelamerika-Gruppe auch noch in die Zwischenrunde aufsteigen können. Der Schulleiter der veranstaltenden Sankt-Nikolaus-Schule Marktheidenfeld und Lohr, Johannes Teichmann war am Ende zufrieden mit dem Verlauf. Die Teams hätten gute und faire Begegnungen geboten. Die Schüler aus ganz unterschiedlichen Schulen kamen gut miteinander zurecht. Die Turnierorganisation wurde von allen Seiten gelobt.
Als Sportler akzeptiert
Was den Sonderpädagogen besonders freute war, dass auch Schüler aus Förderschulen ganz selbstverständlich als Sportkollegen akzeptiert wurden. Selbst wenn sein Team nicht weitergekommen sei, sei dies für die Jugendlichen ein wichtiges Erlebnis. Das olympische Grundprinzip »Dabei sein ist alles« bekomme bei solchen Begegnungen ein besonderes pädagogisches und gesellschaftliches Gewicht.
Martin Harth
Information im Internet: www.lebensweltmeister.de






































