Die nach der Gemeindeordnung vorgeschriebenen Bürgerversammlungen sind eine der wichtigsten Informations-Plattformen für die Einwohner. Viermal ist Bürgermeister Norbert Endres in diesen Tagen unterwegs, um die Lengfurter, Homburger, Trennfelder und Rettersheimer darüber zu informieren, wie gut oder wie schlecht es der nach Marktheidenfeld größten Kommune im Altkreis geht.
Nun: Ganz so schlecht scheint es der Gemeinde derzeit nicht zu gehen. Ein deutliches Indiz dafür ist der Umstand, dass seit 2006 der Schuldenstand von 3,72 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro, wie zum Beispiel durch Sondertilgungen im vergangenen Jahr, heruntergefahren werden konnte.
1,8 Millionen vom Staat
Vordergründig für die Möglichkeiten vergangener und künftiger Investitionen ist die finanzielle Leistungskraft einer Gemeinde, von der der Staat unter anderem seine Unterstützung in Sachen Einkommensteuerbeteiligung und Schlüsselzuweisungen unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl abhängig macht. Beide Faktoren nimmt die »Öffentliche Hand« in diesem Jahr zum Anlass, um der achtgrößten Main-Spessart-Kommune mit 1,8 Millionen Euro unter die Arme zu greifen.
Aber: der Markt Triefenstein muss, wie alle vierzig Main-Spessart-Gemeinden, seinerseits wieder dem Landkreis Main-Spessart zur Bewältigung seiner Aufgaben unter die Arme greifen und Monat für Monat so viel nach Karlstadt überweisen, dass bis zum Jahresende der stolze Betrag von 1,42 Millionen Euro erreicht wird.
Erstmals bei seinen Bürgerversammlungen legte Norbert Endres, wie am Montagabend beim Start in der »Linde« in Rettersheim, eine Prioritätenliste vor, in der aufgelistet wird, welche Maßnahmen der Markt Triefenstein bis spätestens 2014 zu realisieren gedenkt.
Als vordringlich werden in dieser Liste Schulrenovierung, die langfristige Sicherung der Wasserversorgung, die Sanierung der Festhalle in Trennfeld, die Förderung der Jugendarbeit und die Generalsanierung des Trennfelder Kindergartens genannt.
Neben dieser vom Gemeinderat bereits abgesegneten und gut drei Dutzend Maßnahmen umfassenden Liste nannte der Bürgermeister zwölf weitere Wünsche, so unter anderem die recht teuere Kanalsanierung im gesamten Gemeindegebiet, die künftige Nutzung der Dreschhalle in Lengfurt und die weitere Ausrichtung der Gemeinde in Sachen Tourismus, die im 29. März bei um 18.30 Uhr im Gasthaus »Sonne« in Trennfeld in trockene Tücher gebracht werden soll.
Günter Reinwarth




































