Seit 304 Jahren, so hat es der seit 19 Jahren verantwortliche Wallfahrtsführer Dieter Hörning ermittelt, bis heute macht sich so alljährlich eine Schar Gläubiger auf den Weg, um das Versprechen aufs Neue einzulösen. Noch in nächtlicher Dunkelheit an der Pfarrkirche verabschiedet, machten sich die 75 Bittgänger, begleitet durch Prozessionsmusiker, auf den Weg. Sie passierten die Ortschaften Urspringen, Steinfeld und Hausen, beteten den Rosenkranz und stimmten in die Melodien der Marienlieder ein. Zusammen mit anderen Wallfahrtsgruppen und Kirchgängern feierte man dann die Heilige Messe. Nach dem Segen für das kommende Jahr machte sich ein Großteil der geistlichen Wanderer mit dem Auto auf den Heimweg, während das mitgebrachte Kruzifix von 29 Männern und Frauen bei regnerischem Wetter auf dem Rückweg begleitet wurde. Vor den ersten Gebeten auf heimatlicher Flur schmückte man Kreuz und Fahnen mit frischem Buchengrün und folgte dem Gemeindepfarrer Adam Possmayer mit klingenden Chorälen durch die Ortsstraßen in die Pfarrkirche, wo man von den Daheimgebliebenen empfangen wurde und mit einer Schlussandacht den Weg beendete.
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Heußlein