Den Film »Die Welle« über ein gesellschaftskritisches Experiment im Unterricht zeigt der SPD-Ortsverein Lohr am Donnerstag, 18. März.
Vor 65 Jahren wurde Deutschland von den Alliierten vom Nationalsozialismus befreit. Der Zweite Weltkrieg ging zu Ende, von dem am Ende kaum ein Flecken auf unserem Globus verschont geblieben war und der so unfassbar viel Leid über unzählige Menschen gebracht hatte. Diesem Anlass widmet die SPD Lohr zwei Veranstaltungen: diese Filmvorführung und eine Ausstellung im April. Der Eintritt ist frei. Der ehemalige Leiter der IG-Metall Bildungsstätte Lohr, Manfred Knopf, gibt eine Einführung in die Thematik des Filmes. Zum Inhalt: Im Berlin unserer Tage startet der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) während einer Projektwoche zum Thema Staatsformen einen Versuch. Er will seinen Schülern das Entstehen einer Diktatur begreifbar machen.
Situation eskaliertDamit beginnt er ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer Bewegung mit dem Namen »Die Welle«. Als die Situation eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen.
Dem Film liegt eine wahre Begebenheit zugrunde. 1967 führte ein High-School-Lehrer in Amerika einen ähnlichen Unterrichtsversuch durch, der ihm bereits nach wenigen Tagen aus der Hand zu gleiten drohte.
Die Ausstellung »Nein zu Hitler! Sozialdemokratie und freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 bis 1945 ist vom 12. April bis 23. April im altes Rathaus.
red