Bowen stellte sich als Waliser vor, nicht als Engländer und er beherrscht natürlich auch die Sprache oder den Dialekt seiner Heimat. Er ist vielleicht auch der geborene Harfenist, der sein besonderes Instrument nicht nur kennt, sondern auch beherrscht. Den Beweis hat er fast zwei Stunden lang geliefert, als er ein Programm anbot, das weniger Kunstmusik enthielt, dafür aber internationale volkstümliche Weisen, die in die Ohren gingen und eine lockere Atmosphäre schufen. Nicht zu vergessen Bowes pfiffige Bemerkungen.
Er begann den ersten Teil mit "Cainc Dafydd Broffwyd" und dann folgten "Pant Corlan" ("Schafstall"), "Slip Jigs" (Fleisch und Bier), die Liebeslieder "Hiraeth", "Sehnsucht", "Mympwyon" und "Quack Sal" ("Welsh Quack"), "Helfa De Penfro & Gwanwyn Wedi Gaeaf" ("Die Jagd von Sud Pembrotee"), Weihnachtslieder nach Melodien aus Australien und schließlich "Das perfecte Tact".
Bei alledem erwies sich Bowe nicht nur als humoriger Erzähler oder Schilderer, vielmehr als Könner an der Harfe, deren Klangreichtum er vorführte und sich als Techniker erwies, als seine Finger über die Saiten glitten. Dabei gesellte sich zum akustischen Genuss auch optischer Reiz.
Nach der Pause war zuerst die Filmmusik "Rhamant y Roma" zu hören, dann folgten "Cogan Meiron" (Der Kuckuck), "Abergenn" (ein Ortsname), "Polca Alabaina", "Das Tal der Féen (Walzer) und "Jig Eldra" (auch ein Zigeunerstück). Den Schluss bildeten "Morfar Prenhines" ("Die Heide der Königin"), "Fliege, Amsel". Das Publikum bedankte sich für den gelungenen und unterhaltsamen Harfenabend mit herzlichem Applaus, den Bowe mit "Hwylio Adref" ("Nach Haus segeln") und "Llanofer Reen" belohnte. h








































