Gurskis künstlerischer Einsatz solle in diesem »reifen Alter« nicht »brotlos« sein. Deshalb erhielt der Regisseur, der mitunter selbst mitspielt, einen Dauergutschein für den Kauf eines Brotes seiner Wahl während seines Aufenthaltes in der Dreiflüssestadt. Außerdem bekam er ein Fotobuch über die vergangenen zwölf Jahre als künstlerischer Leiter in Gemünden und einen Gutschein für ein Wochenendausflug mit seiner Gattin in einem Hotel.
Michelbach und Albert hofften, dass Gurski dem Verein »noch lange erhalten« bliebe. Michelbach sah auch in diesem Jahr wieder positiv in die Zukunft, obwohl der Förderverein »nicht auf Rosen gebettet« sei. Der von Gurski vorgeschlagene Spielplan wäre »wieder einmal maßgeschneidert« für die Scherenburg.
Zwei Komödien
Dies bestätigte auch Helga Waidmann, die für den Festspielverein auch den Kartenvorverkauf im Kulturhaus in Gemünden leitet. Die Nachfrage sei »höher als erwartet«, denn 14 000 Karten sind bereits jetzt verkauft. Das sind mehr als die Hälfte der Vorjahre.
Fußballfan Gurski freut sich besonders, dass er in diesem Jahr seinen lang gehegten Traum verwirklichen kann, das Kultstück »Einer flog übers Kuckucksnest« zu inszenieren. Mit dem »Haus in Montevideo« steht eine weitere Komödie auf dem Spielplan und mit »Neues vom Räuber Hotzenplotz« werden unzählige Kinder und Junggebliebene beglückt. Zum ersten Treffen waren schon fast alle Darsteller für die drei Inszenierungen gekommen. Dirk Waanders wird die Regie im »Haus in Montevideo« führen, die zahlreichen jungen Schauspielaspiranten dafür sind schon »wahnsinnig gespannt«. Gespannt sind alle, was Christian Baumgärtel in diesem Jahr als Kulissenhintergrund entwerfen wird.
Nuschin Rabet, seine Ehefrau, entwarf die Kostüme, die Wiltrud Kraft schneidern wird. Für die Requisiten ist erneut Sabine Scholz zuständig, die bereits Leihgaben bei der Gemündener Feuerwehr wie Feuerpatsche und Schlauch und vom Kaufhaus Intakt verschiedene Möbel in die Katakomben unter der Tribüne verfrachtet hat. Sie ist allerdings »verzweifelt« auf der Suche nach einem alten Grammophon. ibu
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