Am Sonntagnachmittag ging Ralf Duggen von insgesamt 75.000 Besuchern an den drei Tagen aus. "Wenn heute nicht noch ein Riesenschauer kommt", sagte der U+D-Organisator mit einem prüfenden Blick zum Himmel. Sommerliche Temperaturen wurden am Wochenende zwar nicht erreicht. Aber es blieb trotz häufig drohender dunkler Wolken trocken in Würzburg, die für die Besucher von einem Sponsor bereit gehaltenen Regenponchos konnten in den Kisten bleiben.
Schon am Freitag, als unter anderem die Aschaffenburger Senkrechtstarter "Aloha from Hell" auf der Bühne standen, und am Samstag war das Festival so gut besucht wie lange nicht mehr. "Es war richtig rappelvoll", bestätigte Tilman Hampl vom U+D-Verein. Die Besucherzahl ist entscheidend, weil sich das Festival zum großen Teil über den Getränkeverkauf finanziert. Rucksäcke und Taschen werden am Eingang kontrolliert, wer mit mitgebrachten Getränken erwischt wurde, flog wie immer konsequent vom Platz.
Das in diesem Jahr leicht veränderte Konzept ging auf. Eine der beiden großen Bühnen wurde zum Schutz vor der Witterung in ein großes Zelt verlegt. Gut 2 000 Leute waren am Freitag dabei, als die Jungs der "Frittenbude" das Zelt zum Kochen brachten. Eine dritte Musik-Bühne, neu in diesem Jahr, war für Nachwuchs-Bands "U25" aus der Region reserviert. Die jungen Musiker, darunter auch mehrere Bands vom Untermain und aus dem Main-Spessart-Kreis, füllten die Umbau-Pausen auf der Open-Air-Bühne.
"Krass, ich merke gerade, ihr seid richtig viele", sagte Frontmann Christian Reiser der Deutsch-Rocker "Unter Tagen". Die Jungs aus Aschaffenburg durften gleich nach "Aloha from Hell" ran und hatten entsprechend viele Musikfans vor der Bühne. Nur drei Stücke singen durften die beiden Rapper "Gnite" und "Nife" aus Marktheidenfeld, die sich mit vielen anderen Musikern aus der Region für das Format "Drei Songs" angemeldet hatten. Für die Musik-Pausen gab es ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Foto-Ausstellung im "Vorsicht! Kunst"-Zelt und einem Wort-Weg mit Gedichten, die entlang des Hauptweges aufgehängt waren. Patrick Wötzel









































