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20.03.2009 00:00 Uhr 0 Kommentare

Kassenhäuschen bleiben beim Gratis-Fest tabu

Umsonst und Draußen Sparda-Bank in Würzburg rettet Bayerns größte Musikveranstaltung ohne Eintritt vor Defizit-bedingtem Aus

Würzburg Beim Würzburger Umsonst- und-Draußen-Festival ist das Ende von "umsonst" vorerst abgewendet. Mit einer namhaften Summe, wie es heißt, garantiert die Sparda-Bank für die kommenden Jahre beim größten bayerischen Musikevent zum Nulltarif, dass keine Kassenhäuschen aufgestellt werden müssen. "Es wäre heuer eng geworden", sagt Festival-Organisator Ralph Duggen. Die seit 1988 bestehende Veranstaltung lockte bereits bis zu 100 000 Besucher auf die Würzburger Mainwiesen. Ein Großteil der Kosten wird aus dem Getränkeverkauf finanziert. Beim verregneten Festival im Jahr 2007 hielt sich der Durst in Grenzen, was zu einem größeren Defizit führte.
13 000 Euro Minus Aber auch im vergangenen Jahr, als über das Wetter und die Besucherresonanz niemand klagen konnte, ließ der Konsum zu wünschen übrig. Trotz eines 15 000-Euro- Zuschusses der Stadt Würzburg blieb bei der Endabrechnung des Festivals ein Minus von 13 000 Euro.

Bevor der Trägerverein das Gratiskonzept aufgeben musste, sprang die Bank als Sponsor ein. "Um das schöne Gesamtkonzept zu retten, haben wir sofort gehandelt", verkündete der stellvertretende Vorstandsvorsitzender Peter Hering.

Das genossenschaftliche Kreditinstitut unterstützt in Würzburg bereits das Straßenmusikfestival. In welcher Höhe Sparda bei Umsonst und Draußen einsteigt, wollen die Beteiligten nicht verraten. Die Summe sei deutlich höher als der städtische Zuschuss, heißt es beim Trägerverein.

Beim diesjährigen Festival vom 19. bis 21. Juni kommt mit "Aloha from Hell" die Hauptattraktion vom Untermain. Mit "Mamas Gun" lockt Duggen einen Geheimtipp aus England zum Festival. Vor vielen Jahren hatte er schon einmal die richtige Nase und sicherte sich die Mitwirkung von "Reamonn", die rechtzeitig zum Festival ihren ersten Nummer-eins-Hit landeten. Umgestellt werden soll die Bühnenkonzeption. Die "jüngsten Bands Unterfrankens" erhalten im Rahmens eines vom Bezirk initiierten Projekts die Möglichkeit, vor großem Publikum aufzutreten. Rainer Reichert

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