Zum Feiern bereit waren einige tausend Schaulustige längs der Strecke. Sie wurden mit vielen fliegenden Süßigkeiten und auch einigem Hochprozentigen belohnt.
Unter den insgesamt 54 Nummern war viel Bekanntes, vieles allerdings in neuen Kleidern. Und einiges war völlig neu - zum Beispiel die Kinziggeister, eine dieser Guggemusiken, wie sie in hiesigen Breiten immer mehr das närrische Geschehen bereichern.
Anders als in den Fastnachtshochburgen gab es in Babenhausen diesmal keine politischen Motivwagen, nur eine Euro-kriselnd mausende Fußgruppe aus Harreshausen. »Das Politische mögen die Leut‘ hier nicht so«, meinte Rüdiger Manowski, als langjähriger Langstädter Narr, ehemaliger Stadtverordnetenvorsteher und aktueller CDU-Stadtverordneter gewiss ein Kenner der Materie.
Stattdessen gab‘s viel Buntes, liebevoll gemalt und genäht, viel Musik, auch von der March Mellows Streetband aus dem nahen Aschaffenburg, hinter der magentafarbene und azurblaue Bären steppten. Schlümpfe zogen vorbei, Schneewittchen kam des Wegs, dahinter Clowns, Eier und Elfen und etliche große und kleine Garden.
Für diesen Umzug behielt Rüdiger Manowski recht. Es gab aber schon Jahre, da zogen gleich in mehrfacher Ausfertigung Themen mit, an denen sich die Gemüter der Babenhäuser erhitzt hatten - Jenny beispielsweise, der Muschelkutter fürs Freibad.
Jetzt heißt die Prinzessin so, die auf dem vorletzten Wagen die Huldigungen des närrischen Fußvolks entgegennahm. Klaus Holdefehr









































