Jetzt hat die größte Schule des Dieburger Schulzentrums einen zentralen Server, über den auch die glasfaser-basierte Internet-Anbindung für die anderen Schulen läuft - die Gutenbergschule, die Anne-Frank-Schule, Gustav-Heinemann-Schule und die Alfred-Delp-Schule. Insgesamt werden über 4000 Schüler auf der Leer unterrichtet.
Heag Medianet-Geschäftsführer Markus Nickel erläuterte die Technik: »Die Bandbreite des Internet-Zugangs liegt nun bei 50 Megabit.« Vorher waren ein bis zwei Megabit verfügbar, was mittlerweile auch bei Internet-Privatnutzern im ländlichen Raum eher als eine Art »Diaspora« gilt - umso mehr für ein Schulzentrum mit insgesamt rund 750 EDV-Arbeitsplätzen.
Insgesamt seien es an den Kreisschulen derzeit rund 2000, erläuterte Rainer Leiß, als Leiter der Abteilung E-Government beim Landkreis auch Projektleiter für die Verbesserungen in Dieburg. 90 000 Euro hat die Umsetzung gekostet, die kurzfristig aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen zur Verfügung standen, wie sich Fleischmann freute.
Durch die Nähe zum Medienzentrum Dieburg seien zudem Voraussetzungen für erste Pilotprojekte gegeben - wie das Abrufen von kompletten Filmen übers Netz, so der Kreisdezernent. Und Staudt entwarf Bilder vom E-Learning in schülerschwachen Ausbildungsgängen, vernetzt mit der Darmstädter Berufsschule. Das Projekt für die Schulinsel hat damit kreisweiten Modellcharakter.
Für die EDV-Beauftragten der Schulen wird das Leben leichter: Die Arbeitsplatz-Computer sind jetzt remote-sevice-fähig: Wenn ein Rechner abstürze, genüge ein Befehl am Server, und er sei am nächsten Morgen wieder hergestellt.
Am Ende verriet Fleischmann, dass er tatsächlich stets einen Baustellen-Helm in seinem Dienstwagen hat: »Der stammt aus meiner Zeit als Telekom-Ingenieur. Den haben ich zum Abschied bekommen.«
Klaus Holdefehr






































