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Bilderserie: Peter Rogowsky
Gemeinsam mit dem Betriebsrat lässt sie die von Takata-Petri vorgelegten Berechnungen zum Stellenabbau zurzeit von der Berliner Forschungs- und Beratungsstelle für betriebliche Arbeitnehmerfragen (Forba) prüfen.
"Wir haben jetzt schon so wenig Personal, dass wir Maschinen nicht besetzen können. Wir müssten einstellen!", sagte Betriebsratsvorsitzender Norbert Elbert. Nicht nur die diskutierten 335 Arbeitsplätze in der Produktion am Standort Aschaffenburg stünden auf dem Spiel: "Wenn die Buchhaltung verlagert wird, wissen wir, wohin die Reise geht!"
Kurzarbeit trotz Arbeit Elbert sprach damit vielen Demonstrierenden aus der Seele. Den Mitarbeitern, die nicht im Tarifvertrag organisiert sind, sei ein Demonstrationsverbot ausgesprochen worden, sagt eine Mitarbeiterin der Buchhaltung bei Takata-Petri. Ihren Namen will sie daher nicht nennen. Zu tun habe ihre Abteilung, arbeite jetzt dennoch Kurzzeit. Gleichzeitig werde bereits IT für Rumänien angeschafft. Sie ist überzeugt: "Billig kriegt man es überall, aber nicht mit Qualität!"
Werner Neugebauer, Bezirksleiter IGM Bayern, beschwor den europäischen Gedanken: Aus Profitgier würden Verlagerungen weiter verlagert, "bis nach Aserbaidschan oder Usbekistan". In Rumänien freue man sich womöglich zu früh.
Manuel Michniok, Jugendvertreter bei Takata-Petri, erinnert an die Jungfacharbeiter, die wegen ihres geringen Kündigungsschutzes bereits auf die Straße gesetzt seien.
"Wenn einem die Scheiße bis zum Hals steht, nicht den Kopf hängen lassen", versucht Kabarettist Hans-Joachim Greifenstein vom Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer-Kabarett der Belegschaft Mut zu machen. Im Wahlkampfendspurt ließen sich Direktkandidaten der Parteien, Landtagsabgeordnete, Stadträte und Bürgermeister Werner Elsässer bei der Kundgebung sehen.
Am Montag und Mittwoch sollen die Verhandlungen zwischen Vorstand, Gewerkschaft und Betriebsrat weitergehen. Auch wenn Geschäftsleiter Shigehisa Takada - sein Name weicht vom Firmennamen ab - Oberbürgermeister Klaus Herzog nicht zu einem Gespräch empfangen und keinen Termin mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gefunden hat, kündigte Reitz an: "Wir sind zum Kampf bereit, wenn nötig, werden wir Verhandlungen auch in Tokio führen!" Nina Körner







































