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22.02.2013 01:22 Uhr 0 Kommentare

Vater ruft Polizei an und sagt, dass seine Töchter tot sind

Familiendrama in Aschaffenburg-Dammer Englertstraße Entsetzliches Familiendrama in Aschaffenburg: Zwei kleine Mädchen wurden am Donnerstagabend in einem Haus im Stadtteil Damm tot gefunden. "Wir haben noch keinerlei Anhaltspunkte, wie die Kinder zu Tode gekommen sind und wer dafür verantwortlich ist", sagte Karl-Heinz Schmitt, Pressesprecher der Polizei Unterfranken, aber "die Gesamtumstände sprechen für ein Tötungsdelikt". (Mit Audio-Polizei-Pressekonferenz)



Fotogalerie: Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten:
Doppelmord in Damm
Doppelmord in Damm
Doppelmord in Damm

Bilder vom Ort des Familiendramas: Ralf Hettler, Stefan Gregor, dpa

Vor dem Haus in der Englertstraße erklärte der Beamte am Abend: »Rein äußerlich gibt es keine Hinweise auf eine Todesursache.« Nähere Erkenntnisse sollen die für Freitag angesetzte Obduktionen bringen. »Danach hoffen wir, dass wir ein bisschen mehr wissen«, so Schmitt. Zum Alter der Mädchen machte Schmitt keine Angaben. Nach unseren Informationen sind die Mädchen zwei und drei Jahre alt.

Gegen 17.40 Uhr habe der Vater der Mädchen bei der Polizei  angerufen und gesagt, dass seine Kinder tot seien. Die Mutter sei mit den toten Kindern in der Wohnung gewesen, als die Beamten eintrafen. Die Frau wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Schmitt: "Der Rettungsdienst führte zwar noch Reanimationsmaßnahmen durch, allerdings kam jede Hilfe zu spät." Über die Art der Verletzungen machte Schmitt keine Angaben.

Auf die Frage, ob die Mutter etwas mit dem Tod der Mädchen zu tun habe, sagte der Polizeisprecher: »Ich bitte um Verständnis, dass wir uns da überhaupt nicht aus dem Fenster lehnen können. Wir sind mit den Ermittlungen ganz am Anfang.« Der Familienvater war am Abend zur Vernehmung bei der Polizei, unter anderem »zur Klärung der Auffindesituation«, wie Schmitt es formulierte.

Bis zum späten Abend waren Beamte der Kriminalpolizei und der zuständige Staatsanwalt zur Spurensicherung in dem Haus. Die Familie ist laut Polizei erst am 3. Februar in das Einfamilienhaus eingezogen. Eine Nachbarin hat den Vater mit den beiden Mädchen, das jüngere schätzt sie auf vier, vergangenen Sonntag in dem Vorgarten spielen sehen. In der Nachbarschaft erzählt man sich, der Mann sei von der Arbeit heimgekommen und habe seine Kinder tot gefunden. »Die armen unschuldigen Kinder«, zeigte sich eine Nachbarin geschockt.

Bis Ende Januar hat in dem Haus eine ältere Frau gewohnt. Sie habe es schweren Herzens verlassen müssen und sei in eine Einrichtung für betreutes Wohnen gezogen.

Renate Ries

 

Pressekonferenz am Tatort mit Karl-Heinz Schmitt von der Polizei Unterfranken


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