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20.10.2011 00:00 Uhr 0 Kommentare

Heimat für 1100 Protestanten

Jubiläum: Vor 40 Jahren wurde die evangelische Lutherkirche im Strietwald fertiggestellt - Fest am Wochenende

Aschaffenburg 
Frisch gestrichen in freundlichem Gelb, mit sanierter Fassade und neuer Küche präsentiert sich die evangelische Lutherkirche im Aschaffenburger Stadtteil Strietwald zu ihrem 40-jährigen Bestehen.
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Im Vergleich zum gut 20 Meter hohen Glockenturm der Lutherkirche wirken die vier Damen davor recht klein. Aber Pfarrerin Michaela Mößner (von links) sowie die aktiven Gemeindemitglieder Christa Demleitner, Meta Schickling und Helga Giegerich sind tragende Stützen der evangelischen Luther-Gemeinde. Sie feiert am Wochenende das 40-jährige Bestehen ihres Kirchenbaus. Foto: Cornelia Müller
Die Kirchengemeinde, die von Pfarrerin Michaela Mößner geleitet wird, feiert an diesem Wochenende mit dem fünften Paulus-Gespräch, einem festlichen Gottesdienst und anschließender Begegnung den Geburtstag ihres Kirchengebäudes in der Konradstraße.
1100 evangelisch getaufte Christen leben derzeit in der Siedlung. Etwa 700, so erinnert sich Meta Schickling, die seit Jahrzehnten in der Gemeinde aktiv ist, waren es Anfang der 1950-er Jahre. »Damals haben wir am Sonntag im katholischen Kindergarten unseren Altar aufgebaut und dort Gottesdienst gefeiert«, weiß die Mesnerin.
Fertigkirche für 150 000 Mark
Emsig haben die Gemeindemitglieder gespart, um sich eine eigene Kirche bauen zu können. 150 000 Mark hat das aus Holzteilen in Fertigbauweise errichtete Kirchenhaus gekostet, etwa 25 000 Mark spendeten die Siedler. Eigentlich sollte das Gebäude nur als Übergangslösung dienen: Evangelische Gemeinden sind damals schnell gewachsen in Bayern.
»Die Kirchen wurden in einheitlicher Architektur errichtet und sollten etwa 20 Jahre halten - bis die Gemeinde so groß wäre, dass ein massiverer Bau die Fertigteile ersetzt«, weiß Bernard Unterköfler vom Kirchenvorstand der St.-Paulus-Gemeinde, zu der die Lutherkirche gehört.
Doch es kam anders: Die Zahl der Gläubigen stagnierte, aus dem Provisorium wurde ein Dauerzustand. Immerhin: Die Protestanten sparten nochmals Geld und ließen sich ein paar Jahre nach der Grundsteinlegung einen Glockenturm bauen.
»Die älteren Gemeindemitglieder identifizieren sich gut mit unserem Kirchenbau«, sagt Meta Schickling. Sie bedauert: »Aber die Jüngeren, die neu Dazugezogenen, bezeichnen ihn oft herablassend als Scheune.«
Auch wenn das Äußere der Kirche keinen Designerpreis verdient, so ist die kleine Gemeinde doch im Inneren rege. Jeden Sonntag feiert Pfarrerin Mößner, die seit fünf Jahren vor Ort und noch zuständig für die evangelischen Christen in Johannesberg ist, um halbzehn Gottesdienst. Zwei Mal im Monat wird am Samstag Messe gehalten, einmal gibt es einen unter einem besonderen Thema stehenden »Querbeet«-Gottesdienst. Im 90 Quadratmeter großen Kirchenraum finden bis zu 120 Besucher Platz.
Im angrenzenden Versammlungsraum trifft sich beispielsweise der Frauenkreis jeden Montag. Christa Demleitner und Helga Giegerich organisieren ihn mit und freuen sich über die enge Zusammenarbeit mit der benachbarten katholischen St.-Konrad-Gemeinde: »Die Ökumene läuft hier bei uns, wir haben viele katholische Frauen in der Runde.« Die gute Nachbarschaft mit Pfarrer Charles Kelly bestätigt auch Mößner. »Seit Jahren gibt es das gemeinsame Osterfeuer, wir laden gegenseitig ein und lassen sogar unsere Glocken im Gleichklang läuten.« Jugendarbeit findet in der Lutherkirche derzeit kaum statt, die Konfirmanden besuchen den Unterricht in der Paulus-Kirche, wo sich die Jugendarbeit konzentriert. Außerdem sei die Konkurrenz durch zahlreiche andere Vereine im Strietwald groß, bedauert Mößner.
»Wir haben die Kirche gut in Schuss gehalten«, findet Unterköfler, der im Kirchenvorstand auf Werterhaltung setzt. So wurden Fassade und Außenanstrich erneuert, derzeit wird eine neue Küche eingebaut.
Den Gottesdienstraum, der komplett mit Holz verkleidet ist, würde das Team gerne heller gestalten. Schickling: »Wir sind weiter auf Geldspenden angewiesen, wenn wir unsere Kirche erhalten wollen.« Cornelia Müller
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