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29.04.2011 00:00 Uhr 0 Kommentare

Seit 25 Jahren betreibt Mike Wissel die Gaststätte »Hofgarten«

Jubiläum: Mike Wissel betreibt seit 25 Jahren die Gaststätte »Hofgarten« - Feier mit Live-Musik am Wochenende

»Das erste Haus am Platz« 
Am 1. Mai vor 25 Jahren war es offiziell: Mike Wissel ist neuer Wirt des »Hofgarten«. Nun wird dort am Wochenende in den Mai hinein Jubiläum gefeiert. Am Samstag spielt ab 17 Uhr die Haus- und Hof(-garten)band »Schnödes Mammut«. Am Sonntag gibt’s ab 11.30 Uhr Soul, Blues und Rock 'n' Roll mit »Vintage Groove«. Der Eintritt ist frei.
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Wirt mit Osterhase: Mike Wissel leitet seit 25 Jahren die Hofgarten-Gaststätte. Foto: Victoria Schilde
»Früher war der Hofgarten mal das erste Haus am Platz«, erzählt Wissel, sichtlich stolz auf die geschichtsträchtige Architektur zwischen der Hofgartenklinik und dem Park Schöntal.
Der portugiesische Baumeister Emanuel von Herigoyen (geboren 1746 bei Lissabon und gestorben 1817 in München) hat die einstige Orangerie geschaffen, in der heute auch Urban Priols Hofgarten-Kabarett und ein italienisches Restaurant zu Hause sind.
Treffen »beim Mike«
Wer sich in Aschaffenburg für abends »im Hofgarten« verabredet, meint in den meisten Fällen, »den Mike«. Im Sommer geht’s in den großem Biergarten mit kleinem Kinderspielplatz nebendran und im Winter in die urige Gaststube im altfränkischen Stil. Vor 13 Jahren übernahm Wissel die zuvor von der Binding-Brauerei vermietete Gaststätte in Erbpacht von der Stadt. Alles wurde gründlich renoviert und nach dem Geschmack des Chefs umgestaltet. Wolfgang Loewe aus Kassel-Lohfelden übernahm die künstlerische Ausführung.
Das Schloss Johannisburg, von der Pfaffengasse aus gesehen, und das Pompejanum malte Loewe auf zwei große Holzplatten in der dunklen Wandvertäfelung. Die Decke des Gastraums, von der ein riesiger schmiedeeiserner Kandelaber - mit nach Jahreszeit wechselnder Deko - hängt, wurde vielfarbig bemalt, unter anderem mit weißblauen bayerischen Rauten. Auch die hellgrünen Wände des Nebenzimmers bekamen besonderen Schmuck: Sinnsprüche auf Latein wie »cogito ergo sum« oder »nunc bibendum est«, teils mit deutscher Übersetzung.
Denn der Wirt ist ein Freund des Worts und der Literatur. Wenn er mal Zeit hat, was nicht oft der Fall ist, kann man mit ihm ausgiebig über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt plaudern und seinen Enthusiasmus für große Erzähler wie T. C. Boyle teilen. Neben Harenbergs »Buch der 1000 Bücher« liegen Atlanten und der Duden griffbereit. Für Gäste aus dem Ausland gibt es Speisenkarten auf Englisch.
Freilich, die »Tageskarte«, verteilt auf mehrere Schiefertafeln an den Wänden, ist mit Kreide immer auf Deutsch notiert. Gutbürgerliches nach Saison - wie derzeit Spargelgerichte oder Grüne Soße - kommt aus der Küche, und zwar reichlich. Das kulinarische Wahrzeichen des »Hofgarten«, der Elsässer Flammkuchen, wird hingegen rund ums Jahr serviert. Die »tarte flambée« wie Wissel sie auch nennt, gehöre zu seiner Wirtschaft wie die Hähnchen zum Blatt in Grünmorsbach und der Kochkäs' zum Brückner in Laufach.
Dazu gehören jedes Jahr auch die Schokohasen auf den Wandborden, die nach Ostern an die Gäste verschenkt werden, so wie die Nikoläuse nach Weihnachten. Gemütlich muss es sein in der Gaststube, meint der Wirt, und Fremde sollen sagen: »Ach, ist das schön!«
Stolz zeigt Wissel auf die vielen Fotos auf dem alten Kachelofen zwischen den Fenstern zur Straße. Das jüngste Bild hat der Wirt von seinem Schwiegersohn, der Oberarzt am Klinikum in Essen ist, geschenkt bekommen. »Wissel« steht auf dem abgelichteten Ortsschild und darunter »Stadt Kalkar, Kreis Kleve«.
Doch auch wenn alles so Retro aussieht, vom gusseisernen Holz-Kochherd auf den abgescheuerten Holzdielen bis hin zur großen Kupferkuppel (von einem ausgedienten Braukessel) über der Theke: Moderne Technik wird durchaus zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt. So lässt sich die Beleuchtung für jedem Tisch einzeln regeln: je nach Bedarf von schummrig-romantisch bis hin zum vollen Durchblick, etwa beim Stöbern im Duden oder beim Book-Crossing-Meet-Up.
Tatsächlich: Im Juli 2007 kamen Bücher-Tauscher aus der Umgebung von Aschaffenburg und Hanau zu ihrem ersten Blind Date im Hofgarten zusammen. Und Mike Wissel war so begeistert von dem Überraschungstreffen, dass er gleich selbst ein Buch holen ging. Melanie Pollinger
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